Das Internet der Dinge wächst in rasender Geschwindigkeit. Aber bei allen revolutionären Entwicklungen stellt sich die Frage, wie Verbraucher diese Entwicklung erleben beziehungsweise wie man seine Kunden auf diesen Weg mitnehmen kann.

Das Internet der Dinge wächst in rasender Geschwindigkeit. Aber bei allen revolutionären Entwicklungen stellt sich die Frage, wie Verbraucher diese Entwicklung erleben beziehungsweise wie man seine Kunden auf diesen Weg mitnehmen kann.You-Gov

Etwa jeder Sechste (18 Prozent) zählt hingegen zu den starken Ablehnern. Dies geht aus einer Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts You-Gov hervor, für die das Unternehmen im Vorfeld der Studie Internet der Dinge insgesamt 1032 Internetnutzer in Deutschland vom 16.01. bis 19.01.2015 repräsentativ befragt hat.

Das Internet der Dinge zählt zu einem der wichtigsten Zukunftstrends und wächst schnell. Hierbei sind nicht mehr nur Computer und Smartphones an das weltweite Datennetz angeschlossen sondern alle möglichen Geräte – von der Kaffeemaschine, über Kleidung, Thermostate und Autos bis zum Garagentor. Ziel ist es, dass Leben des Konsumenten zu erleichtern.

In die Studie fließen zusätzlich Ergebnisse einer qualitativen Befragung mit ein. Diese gibt Aufschluss über Ängste und Befürchtungen der Verbraucher in einer immer stärker vernetzten Welt: Viele haben die Sorge, dass der Mensch noch transparenter wird und der Datenschutz hier nicht eingreifen kann. Man fühlt sich kontrolliert und beobachtet. Damit verbunden sind weitere Befürchtungen, wie dass die Selbstbestimmung zu einem gewissen Grad verloren geht und dass das Internet den Mensch steuert und nicht mehr der Mensch das Internet.

„Unsere Studienergebnisse zeigen, dass bei konkreter Produktbeschreibung bei der Bevölkerung ein gewisser Bedarf geweckt wird und viele vernetze Produkte auf dem Markt bereits angenommen werden“, weiß Holger Geißler, Vorstand bei You-Gov. „Hersteller können durch eine gezielte Aufklärung Ängste und Hemmnisse bei den Verbrauchern beseitigen“, so Geißler weiter.

Bewerten Verbraucher konkrete Produkte hinsichtlich des persönlichen Nutzens, stehen sie bereits am Markt etablierten deutlich aufgeschlossener gegenüber. So halten beispielsweise 53 Prozent der Befragten die Paketverfolgung über das Internet für sinnvoll. Die Ergebnisse zeigen auch, dass besonders Smarthome-Produkte in der breiten Masse Anklang finden. 47 Prozent schätzen das Warnsystem, das mitteilt, wenn Türen oder Fenster der Wohnung nicht verschlossen sind, als nützlich ein.

Internetnutzer sehen ebenfalls bei Heizungen (36 Prozent) oder Lichtquellen (36 Prozent) die sich per App von unterwegs steuern lassen Potenzial. Daneben werden auch vernetzte Autos als lebenserleichternd eingestuft (34 Prozent). Geht es um bestimmte Marken im Kfz-Bereich, so trauen die Befragten in erster Linie den deutschen Automobilherstellern Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und Audi zu, spannende Innovationen zu entwickeln und durch Vernetzung von Gegenständen das Autofahren leichter und sicherer zu machen.

Auch bei den Herstellern von elektronischen Haushaltsgeräten trauen Verbraucher deutschen Unternehmen am ehesten zu, vernetzte Innovationen zu entwickeln, die die Hausarbeit erleichtern. Das Bosch und Siemens Haushaltsgeräte Joint-Venture steht hier bei der Hälfte der Verbraucher (51 Prozent) hoch im Kurs. Dichtauf folgt Miele mit 41 Prozent. Knapp ein Drittel der Befragten zählen auch Braun (29 Prozent) und Bauknecht (28 Prozent) zu den innovativen Unternehmen.

Als wenig dienlich erscheinen Konsumenten im Moment noch vernetzte Zahnbürsten (13 Prozent) oder Kaffeemaschinen, die über eine App die Nachbestellung der Kapseln regeln (6 Prozent). Andere Produkte sind derzeit eher für besonders technikaffine Internetnutzer (Early-Adopter) interessant, wie Chips in Outdoorkleidung, um im Notfall lokalisiert zu werden (24 Prozent), ein Kühlschrank, der darüber informiert, wenn etwas fehlt oder abgelaufen ist (22 Prozent) oder das Fitnessarmband, zur Analyse von Schlaf-, Bewegungs- und Essgewohnheiten (19 Prozent).

Die You-Gov-Studie sucht unter Anderem nach einer Zielgruppe mit Early-Adopter Potenzial und ermittelt Wünsche, Antriebe, Ängste sowie Barrieren bei Verbrauchern.