Guido Burchartz (Alnamic; Mitte) erklärt Alex Stüger (Microsoft; links) und Rainer Pöltz (Microsoft; rechts) die Details des IoT-Szenarios.

Guido Burchartz (Alnamic; Mitte) erklärt Alex Stüger (Microsoft; links) und Rainer Pöltz (Microsoft; rechts) die Details des IoT-Szenarios. Alnamic

Wie das Ganze in der Praxis funktioniert, demonstrierte das Softwarehaus in einem gemeinsamen Showcase mit Vitronic. Autofahrern dürfte das Unternehmen zumindest unterbewusst ein Begriff sein: als Hersteller der Blitzersäulen. Die Story stieß bei den Fachbesuchern und der Microsoft-Geschäftsführung gleichermaßen auf reges Interesse. „Der Fokus der Messe hat sich von einzelnen Produkten hin zu durchgängigen Komplettlösungen verschoben. Davon konnten wir profitieren. Unsere Lösungen stießen auf reges Interesse“, erklärt Guido Burchartz, Head of IoT / Industry 4.0 Solutions bei Alnamic.

Beide Unternehmen demonstrierten, wie man mithilfe von PLM-Prozessen und IoT-Unterstützung deutliche Effizienzzuwächse erzielen kann. Voraussetzung hierfür ist ein Gesamtkonzept, das bei der Konstruktion beginnt und durch IoT-basierte Services abgerundet wird. Damit das funktioniert, arbeiten unterschiedliche Technologien wie etwa das ERP-System „Microsoft Dynamics AX“, die Product-Lifecycle-Management-Komponenten (PLM), die Cloud-basierten „Microsoft Azure IoT Services” und das Servicemanagement Hand in Hand. Informationen, die beispielsweise bereits im Rahmen der Konstruktion generiert werden, stehen dabei in allen Folgeprozessen bis hin zum Service zur Verfügung.

Die Verbindung von Unternehmensprozessen und aktueller IoT-Technologie stieß bei den Fachbesuchern und der Microsoft-Geschäftsführung gleichermaßen auf großes Interesse. Letztere ließ sich die Gesamtlösung „alnamic Product Lifecycle Services“ ausführlich demonstrieren. Bei den Besuchern stand das Thema „Predictive Maintenance“, also vorausschauende Wartung, besonders im Fokus. Der Paradigmenwechsel ermöglicht es, Wartungstätigkeiten auf Basis intelligenter Mechanismen vorausschauend zu planen, Störungen zu vermeiden und damit die Verfügbarkeit zu erhöhen.

Sensoren melden dabei die aktuellen Betriebsdaten permanent an die IoT-Plattform. Diese werden dort zum Beispiel mithilfe von „Microsoft Machine Learning“-Technologie ausgewertet. Auf Abweichungen wird mit zuvor festgelegten Prozessen reagiert. „Wartungsarbeiten können so gezielter durchgeführt werden. Nicht in fixen Intervallen, sondern dann, wenn sie tatsächlich erforderlich sind – und in jedem Fall, bevor es zu Beeinträchtigungen der Produktion kommt“, erklärt Guido Burchartz.