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Der Neubau von Tartler wird aus einer etwa 70 Meter langen Montagehalle sowie einem repräsentativen Bürokomplex bestehen.
Firmenchef Udo Tartler: „Geplant ist auch, das Service-Team personell zu verdoppeln".
Werden bald in der neuen Montagehalle hergestellt: Innovative Inhouse-Prepreg-Anlagen für Leichtbau-Konstruktionen.

Das hessische Familienunternehmen  entwickelt und fertigt es Anlagen für den Einsatz in Automobilbau, Luftfahrt, Formenbau, Elektrotechnik und Möbelindustrie. Vor allem in der Windenergie hat es sich international etabliert. Nun investiert es 2,5 Mio. Euro in den Bau einer neuen Montagehalle am Standort Michelstadt.

Damit stärkt man nicht nur seine Position als Hersteller von Kunstharz-Dosier- und Mischanlagen, sondern legt auch die Grundlage für die weitere Expansion des Unternehmens. Nachdem bereits 2009 eine zusätzliche Halle mit 500 m2 errichtet wurde, erweitert Tartler mit dem neuen Werk 3 seine Entwicklungs- und Produktionskapazitäten abermals um über 2100 m2. Der Neubau wird aus einer etwa 70 m langen Montagehalle sowie einem repräsentativen Bürokomplex bestehen. Im Zuge dieser Investition von 2,5 Mio. Euro ist zudem die Umsetzung strategischer Maßnahmen vorgesehen, die zukunftsweisend sind für die weitere Ausrichtung des Unternehmens.

Viel Platz für die Zukunft

„In der neuen Montagehalle werden vorwiegend Großanlagen, komplette Automationslösungen mit Robotereinsatz sowie Inhouse-Prepreg-Anlagen zur wirtschaftlichen Produktion von kunstharzgetränkten Faserverbund-Matrixmatten für Leichtbau-Konstruktion hergestellt. Der weltweite Bedarf hieran ist massiv gestiegen“, sagt Firmenchef Udo Tartler. Gleichzeitig richtet das Unternehmen im Neubau ein neues Service-Zentrum ein, um die weltweite Kundenbetreuung – unter anderem über seine innovativen Fernwartungstools – weiter zu optimieren.

„Neben der hohen technischen Qualität unserer Mehrkomponenten-Dosier- und Mischanlagen gehört der kompetente, persönliche Service zu unseren besonderen Stärken. Geplant ist deshalb auch, das Service-Team personell zu verdoppeln“, berichtet Tartler. Darüber hinaus werden der Vertrieb ausgebaut, die Dokumentation modernisiert und die Kapazitäten für Schulungen, Inbetriebnahmen und kundenorientierte Versuchsreihen erheblich erweitert.

Im Rahmen der durch die Neubau-Maßnahme eingeleiteten Umstrukturierungen gewinnt das Unternehmen Platz im jetzigen Hauptgebäude, der für zwei Betriebseinheiten von strategischer Bedeutung vorgesehen ist. „Hier werden wir ab 2012 sowohl eine Elektrotechnik-Firma ansiedeln als auch ein IT-Unternehmen. Auf diese Weise schaffen wir neue Arbeitsplätze und stärken unsere Kompetenzen in den Bereichen Steuerungsprogrammierung und Mechatronik“, sagt Firmenchef Udo Tartler.

Gesuchter Partner

Das Unternehmen versorgt heute viele namhafte Hersteller mit seinen Kunstharz-Dosier- und Mischanlagen. Zu den Kunden gehören unter anderem BMW, Mercedes, Audi, Airbus, Nordex und Johnsons Controls – um nur einige wenige zu nennen. Als Entwicklungspartner mit eingebunden ist Tartler derzeit bei BASF, Rampf Tooling, Huntsman, Sika Chemie, Momentive, Wevo und vielen weiteren großen und mittelständischen Firmen. Darüber hinaus beteiligt sich das hessische Anlagebauer unter anderem an Forschungsprojekten des BMBF (Carbo Road/Nanotubes), der Uni Clausthal Zellerfeld (Prepreg) und der TU Kaiserslautern (Verbundwerkstoffe).