Die Stahlkocher in Nordengland können vorerst aufatmen.

Die Stahlkocher in Nordengland können vorerst aufatmen. industrieblick – Fotolia

Der Investor Greybull Capital zahlt Medienberichten zufolge für den in Nordengland angesiedelten Geschäftsbereich Long Products Europe einen symbolischen Preis von einem Pfund; will dem Standort aber eine Finanzspritze von umgerechnet etwa einer halben Milliarde Euro gewähren.

Für die Beschäftigten die wahrscheinlich wichtigste Nachricht ist, dass der Käufer keine Entlassungen plant. Gerüchten zufolge verhandelt der indische Mutterkonzern, der auch der größte Stahlkocher Großbritanniens ist, auch mit Thyssen-Krupp.

Die britische Stahlindustrie leidet wie die deutsche unter chinesischen Billig-Importen. Tata will sich deshalb von seinem kompletten Großbritannien-Geschäft mit 15 000 Beschäftigten trennen. Ein Käufer für den Standort Port Talbot in Wales mit 4 000 Mitarbeitern ist noch nicht gefunden.