Termin: 15.09.2001 22:00 Uhr - 17.09.2001 22:00 Uhr
Stadt: Berlin
Veranstaltungsadresse: Technischen Universität Berlin

Die Anerkennung von Studiengängen und Abschlüssen aus anderen Ländern ist keine Selbstverständlichkeit, weder in Deutschland noch in anderen europäischen Ländern oder den USA. Das ist ein großes Hemmnis angesichts der Globalisierung des Dienstleistungsmarktes. In den Ingenieurwissenschaften soll das in Zukunft anders werden.


Den Anstoß zu verstärkter Kooperation wollen rund 300 Fachexperten und Vertreter namhafter amerikanischer und europäischer Universitäten sowie der Industrie auf der Konferenz „Global Changes in Engineering Education“ liefern. Die Konferenz wird vom 16. bis zum 18. September 2001 von der Technischen Universität Berlin in Kooperation mit der Amerikanischen Gesellschaft für Ingenieurausbildung (ASEE) und der Europäischen Gesellschaft für Ingenieurausbildung (SEFI) in Berlin veranstaltet. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung übernommen.


Im Rahmen der Konferenz treffen sich auch erstmals Akkreditierungsagenturen von Ingenieurstudiengängen aus den USA, Japan und verschiedenen europäischen Ländern. Sie wollen unter anderem die unterschiedlichen Qualitätsstandards und die Möglichkeiten einer weltweiten gegenseitigen Anerkennung akkreditierter Programme diskutieren.


Auf der Konferenz wird es nicht nur um die Akkreditierung und weltweite Anerkennung von Ingenieurstudiengängen und -abschlüssen gehen. Es gilt darüber hinaus, Konzepte zu entwickeln, wie sich Studierende und junge Absolventen der Ingenieurwissenschaften besser für unternehmerische Tätigkeiten qualifizieren können. Wie unternehmerisches Denken und Handeln gefördert und Absolventen an die Gründung von Unternehmen herangeführt werden können, zeigen u. a. Universitäten wie Stanford und Georgia Tech aus den USA sowie die TU Darmstadt und die TU Berlin aus Deutschland. Auch Industrievertreter werden dazu referieren.


Ebenfalls eine wichtige Rolle in der zukünftigen Ingenieurausbildung spielen die neuen Medien. Eine Vielzahl von computer- und webgestützten Lehrangebotskonzepten soll dies veranschaulichen. Die britische Open University sowie die jüngst gegründeten University Massachusetts online und die ETH Zürich World werden zeigen, was virtuelle Universitäten zur Erstausbildung und Weiterbildung von Ingenieuren beitragen können.


Viele weitere Projekte sind am 18. September 2001 in einer Posterausstellung und in Multimedia-Präsentationen im Lichthof des Hauptgebäudes der TU Berlin zu sehen. Den Abschlussvortrag hält dann der Präsident der Akademie der Ingenieurwissenschaften der USA, William Wulf, zum Thema: „Options for Engineering Education Enabled by Information Technology“.