Termin: 28.01.2002 23:00 Uhr - 29.01.2002 23:00 Uhr
Stadt: Berlin, Deutschland
Veranstaltungsadresse: Institut für IT-Sicherheit der RUB EURUBITS, Ruhr-Universität Bochum

Content is King! – Der Vertrieb über das Internet und andere digitale Medien ersetzt zunehmend die herkömmliche Distribution von Musik, Film und Text. „Digital Rights Management“-Systeme versprechen neuartige Geschäfts- und Nutzungsmodelle für den Vertrieb digitalen Contents bei gleichzeitigem Schutz der Interessen von Urhebern und Leistungsschutzberechtigten.


Rechtliche Regelungen wie die neue europäische Urheberrechtsrichtlinie ergänzen den technischen Schutz von DRM-Systemen durch rechtliche Vorschriften zum Umgehungsschutz. In diesem Schnittfeld zwischen Technik, Recht, Politik, Ökonomie und Business bestehen zahlreiche Interessenkonflikte, die bei der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie in deutsches Recht zu berücksichtigen sind. Mit diesen Kontroversen setzt sich die II. DRM-Konferenz auseinander. Referenten der Content-Industrie, der Verwertungsgesellschaften, von Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie, Datenschützer, Vertreter von Nutzervereinigungen und Ministerien sowie Politiker, Künstler und Wissenschaftler nehmen hierzu Stellung. Sie diskutieren Streitfragen und Lösungsstrategien rund um die kommerzielle Verwertung digitalen Contents.


Im Mittelpunkt stehen der Schutz der Interessen der Content-Industrie, Auswirkungen von DRM-Systemen auf Nutzerrechte, den Datenschutz und die Kryptographie-Forschung sowie die diskutierte Einführung einer Computer-Hardwareabgabe. In einem Showcase stellen Technologie-Unternehmen ihre DRM-Systeme vor. Wissenschaftler, die sich mit der Sicherheit dieser Systeme befassen, geben eine vorläufige technische Bewertung.


Dem Organisationskomitee gehören Prof. Dr. Eberhard Becker (Forschungsverbund Datensicherheit NRW), Dr. Ina Pernice (DIHK), Dr. Tomas Sander (InterTrust Starlab), Dr. Stefan Bechtold (Stanford Law School) und Dirk Günnewig (Europäisches Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum / Forschungsverbund Datensicherheit NRW) an.