Termin: 13.09.2017 09:00 Uhr - 14.09.2017 16:00 Uhr
Stadt: Essen
Veranstaltungsort: Haus der Technik
Veranstaltungsadresse: Haus der Technik

Sie lernen den typischen Entwicklungsprozesse von optischen Systemen in der Automobilindustrie kennen. Das Wissen über die optischen Systeme dient dazu, effizient mit Kunden, Lieferanten und den anderen Bereichen im Unternehmen zusammenzuarbeiten.
Zielsetzung
Die Teilnehmer bekommen einen Überblick über typische Entwicklungsprozesse von optischen Systemen (Schwerpunkt Kamera-Systeme und Beleuchtung) in der Automobilindustrie. Sie erlernen Optik-Grundlagen, um optische Systeme zu spezifizieren, um effizient mit Kunden, Lieferanten und den anderen Bereichen im Unternehmen zusammenzuarbeiten. Dabei wird auf die Rolle der Entwickler innerhalb des Unternehmens in der Zusammenarbeit mit Produktion, Produktionsplanung, Qualität, Einkauf und in den SE-Teams eingegangen.

Inhalt
Überblick Entwicklung in der Automobilindustrie
Entwicklungsbereiche (HW, SW, Mechanik, Optik)
Entwicklungsprozesse (Lastenheft, A-Muster, …)
Qualität nach ISO/TS 16949 (FMDA, PPAP, Spezifikationsprüfung, 8d, …)
Überblick Optik-Anwendungen
Kamera-basiert
Sensorik
Innenraumbeleuchtung
Scheinwerfer
Vertiefte Optik-Grundlagen
Lichtentstehung und -detektion
Brechung, Dispersion, Beugung
Transmission und Absorption (Lambert-Beer)
Abbildung
Fresnel-Formeln und Polarisation
Spezifikation von optischen Komponenten (u.a. auch ISO 10110, ISO 12233, EMVA 1288)
Zum Thema
Optische Systeme in Fahrzeugen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Bereits heute gibt es viele bekannte Produkte mit optischen Komponenten im Fahrzeug, von einfachen Tasten-Beleuchtungen über komplexe Scheinwerfer oder optischer Sensorik bis hin zu modernen Innenraum-Beleuchtungen oder Kamera-Systemen.

Dennoch: während die Entwicklung rein elektronischer, mechanischer oder mechatronischer Produkte in der Automobilindustrie seit vielen Jahrzehnten etablierten Prozessen folgt, ist dies für Produkte mit optischen Komponenten nicht im gleichen Maße der Fall. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl und Verbreitung der in Optik ausgebildeten Mitarbeiter wider und zwar nicht nur in der Entwicklung, sondern gerade auch in anderen Bereichen wie Produktion, Qualität und Einkauf, sowohl bei Zulieferern als auch bei den OEMs.

Dabei sind Optik-Produkte schwierig zu spezifizieren und zu charakterisieren. Die Definition eines sauberen Pflichten- und Lastenheftes stellt für Kunde und Lieferant eine große Herausforderung dar. Es fehlen automobilgerechte Optik-Normen, der Zusammenhang zwischen Optik-KPI und Anwendung ist häufig nicht herzustellen und die Messmethoden sowie die Toleranzgrenzen müssen für jedes einzelne Kriterium neu verhandelt werden. Die technologische Entwicklung im Bereich Lichtquellen und Sensoren schreitet schnell voran und jede neue Technologie-Generation bringt ihre eigenen Erfordernisse mit.

Um Mitarbeitern den Einstieg in die Welt der optischen Produkte zu erleichtern, bietet diese Veranstaltung daher eine grundlegende Einführung in die automobile Optikentwicklung. Dabei wird ein Überblick über die normalen Entwicklungsprozesse unter Berücksichtigung der Qualitätsnorm ISO/TS 16949 gegeben. Den Schwerpunkt bilden jedoch die relevanten Optikgrundlagen sowie die Möglichkeiten optische Komponenten und Produkte zu spezifizieren.

Teilnehmerkreis
Hauptzielgruppe sind Mitarbeiter im Bereich Entwicklung optischer Produkte (Konstrukteure, Physiker, auch HW uns SW) in der Automobilindustrie. Die Veranstaltung richtet sich aber auch an Mitarbeiter der Qualitätssicherung, Produktionsplaner und Einkäufer, welche in den Bereich optischer Produkte neu einsteigen.