Texas Instruments kündigt in einem Rutsch gleich Neuerung in drei Bereichen an: Die neuen Swift-Konverter für DC/DC-Lösungen, Updates der Stellaris-Tools für ARM-Mikrocontroller sowie verbesserte DSP der C5000-Familie.

Für die Swift-Linie plant TI etwa 90 Produkte, die hohe Energie im kleinen Gehäuse schalten. Uwe Mengelkamp, bei TI Direktor für DC/DC-Konverter, erklärt: „Die Größe der DC/DC-Konverter wird immer wichtiger, um mehr Funktionen in standardisierte Architekturen zu integrieren, etwa in der Telekommunikation mit ihren Wireless-Basisstationen oder in der Computertechnik.“ Dabei spielt der 12-Volt-Bus weiterhin eine wichtige Rolle, da dank kleiner Ströme die Steckverbinder einfacher ausfallen als bei niedrigeren Spannungen. In dieses Segment passt der neue TPS54620, ein Point-of-Load-Baustein mit 4,5 bis 17 Volt, sechs Ampere und 1,6 Megahertz, der bereits in großen Stückzahlen erhältlich ist. Der Synchron-Abwärtsschaltregler enthält Feldeffekttransistoren, womit sich auch der Name Swift erklärt: „Switch with FET“, schmunzelt Mengelkamp. Der Chip ist 60 Prozent kleiner als vergleichbare Multi-Chip-Wandler und bietet auf nur 195 Quadratmillimetern eine komplette Sechs-Ampere-Stromversorgung. TI fertigt ihn im LBC7-Prozess, der eine dicke Kupferschicht direkt auf den Halbleiter aufträgt.

Aus der Halbleiterabteilung berichtet Volker Prüller über das per Luminary-Micro-Übernahme erweitere Portfolio an ARM-basierten MCU. „Jeden Tag hat der Durchschnittsbürger mit 300 Mikrocontrollern zu tun. Heute morgen ist mir aufgefallen, dass unser Portfolio zufälligerweise jetzt auch 300 Produk-te umfasst“, freut sich Prüller. Die Stellaris-Familie zielt auf den am schnellsten wachsenden Marktteil: 32-Bit-Controller. TI bietet passende Evaluation-Kits, neu sind LM3S9B90 und LM3S9B92 mit Ethernet- und USB-Funktionalität. Die Produktbezeichnung sollen bleiben, obwohl LM für Luminary Micro steht. Prüller hebt anschließend die Stellarisware-Software hervor: Sie enthält lizenzkostenfreien Sourcecode und Bibliotheken, etwa eine Treiber-Bibliothek für häufige Peripherie sowie Grafik-, USB- und eine IEC-60730-Library.

Abschließend fasst Elizabete de Freitas die Neuerungen in der C5000-DSP-Familie zusammen: Der TMS320VC5505 und sein kleiner Bruder TMS320VC5504 brauchen weniger Platz und Energie und leisten mehr als ihre Vorgänger, unter anderem dank eines FFT-Beschleunigers im 5505, der die Fourier-Transformation in Hardware berechnet. Der Speicher ist auf 320 Kilobyte gewachsen und ein LCD-Controller sowie ein AD-Wandler sind enthalten. (lei)