Thema: Elektroschrott

Trotz intensiver Beratungen zwischen den politischen Entscheidungsträgern und allen beteiligten Kreisen der Wirtschaft will das Europäische Parlament den Richtlinienvorschlag der EU-Kommission insbesondere dadurch entscheidend
verschärfen, dass die Hersteller neben den Kosten für die umweltverträgliche Entsorgung auch die Kosten für die haushaltsnahe Sammlung gebrauchter Geräte (wie z. B. die kommunale Sperrmüllsammlung) mit übernehmen sollen. Auch der am 7. Juni beschlossene gemeinsame Standpunkt des EU-Ministerrates zu dem Richtlinienvorschlag der EU-Kommission lässt weiter die Möglichkeit offen, dass die Elektro(-nik)industrie zusätzlich zur Entsorgung auch noch mit den Kosten der haushaltsnahen Sammlung gebrauchter Elektrogeräte belastet wird. Die Verwertung der ab definierten Sammelstellen bereitgestellten Elektro(nik)-Altgeräte soll nach Meinung des FEEI von den Herstellern übernommen, d. h. auch finanziert werden. Ein Abweichen der Mitgliedstaaten von diesem Grundsatz wird vom FEEI abgelehnt. In dieser Richtung muss auch noch der Standpunkt des Ministerrates geändert werden.
Die Hersteller sollen laut FEEI dem Geiste der Richtlinie entsprechend für die umweltfreundliche Gestaltung ihrer Produkte verantwortlich sein, jedoch nicht für die von ihnen nicht beeinflussbaren Kosten der haushaltsnahen Sammlung und der Abwicklung von Rücknahmesystemen.

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