In dem geplanten Test- und Entwicklungszentrum will Thyssenkrupp Kompetenzen im Bereich Lenkungstechnologie bündeln.

In dem geplanten Test- und Entwicklungszentrum will Thyssenkrupp Kompetenzen im Bereich Lenkungstechnologie bündeln. Continental

Mit einem symbolischen Spatenstich startete am 20. Januar 2017 der Bau des neuen Test- und Entwicklungszentrums in Liechtenstein. Auf dem rund 3.000 Quadratkilometer großen Areal will der Industrie- und Technologiekonzern in Zukunft Kompetenzen im Bereich der Entwicklung, des Fahrzeug- und Prototypenbaus bei der Lenkungstechnologie bündeln. Thyssenkrupp investiert dafür 15 Millionen Euro. Mit dem Bau des neuen Entwicklungszentrums kommt das Unternehmen der gestiegenen Nachfrage im Bereich der elektrisch unterstützten Lenkungstechnologie entgegen. In diesem sowie im vergangenen Geschäftsjahr erhielt der Konzern Aufträge aus der Autoindustrie über rund 8 Milliarden Euro.

Das neue Entwicklungszentrum soll Kompetenzen bündeln. Damit verspricht sich der Konzern besser auf Kunden eingehen und sie schneller mit Lösungen und Produkten bedienen zu können. Die Lenkungstechnologie ist die Basis für die Entwicklungsprojekte wie „Steer-by-wire“, Elektromobilität oder die Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen. Dazu kommen noch Grundlagenforschung mit neuartigen Materialien und Werkstoffen sowie das Testen der Materialien in zukünftigen Produkten. In Dauerbelastungstests von vier bis sechs Wochen testen die Entwickler die Produkte auf Qualität und Lebensdauer. Das Testcenter verfügt außerdem über ein Akustikzentrum, in dem das Geräuschverhalten der Lenksysteme geprüft und optimiert wird.

Neben der Investition in Liechtenstein betreibt Thyssenkrupp bereits ein Software- und Entwicklungscenter in Budapest, das sich allerdings auf die Softwareseite der Lenkungstechnologie spezialisiert. Im Standort Eschen in Liechtenstein ist das Unternehmen bereits mit 2.200 Mitarbeitern vertreten