Bolko Buff  vom Lehrstuhl Produktionssysteme der Ruhr-Universität Bochum kontrolliert die Arbeit seiner Roboter.

Bolko Buff vom Lehrstuhl Produktionssysteme der Ruhr-Universität Bochum kontrolliert die Arbeit seiner Roboter.Ruhr-Universität Bochum

Um ein Blech ‚roboformen‘ zu können, spannen es die Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Produktionssysteme zunächst fest in einen Rahmen ein. Davor und dahinter befinden sich zwei baugleiche Industrieroboter, die mit einfachen, universellen Umformwerkzeugen ausgerüstet sind. Sie üben über ihre Werkzeuge von beiden Seiten gleichzeitig Druck auf das Blech aus: Der eine drückt es in die gewünschte Gestalt, der andere hält dagegen. Auf diese Weise bildet sich zwischen den beiden Werkzeugen ein schmaler Spalt aus, in dem die Umformung stattfindet. Die Robotersteuerung misst die wirkenden Kräfte ständig und passt diese an, sodass der Druck des gegenhaltenden Werkzeuges auf das Blech konstant bleibt. Vorbild für die Umformung des Blechs ist ein CAD-Modell des gewünschten Bauteils. Damit das fertige Blech möglichst genau dem Modell entspricht, haben die Ingenieure verschiedene Strategien entwickelt. Mittels doppelter Umformung, mitwachsenden Stützkonstruktionen und Korrektur der Umformungsbahnen können sie eine Formtreue erreichen, bei der über 90 % aller Abweichungen vom CAD-Modell in einem Bereich zwischen 0,3 mm und 0,6 mm liegen.