Ein intelligentes Auto, das Gefahren eigenständig erkennt, schnell reagiert und Unfälle ohne Eingreifen des Fahrers verhindert:
Was nach Zukunftsmusik klingt, ist Ziel des Forschungsprojekts „Kognitive Automobile“. An der Technischen Universität München untersuchen Ingenieure und Mathematiker seit Anfang 2006 Methoden der maschinellen Wahrnehmung, die die Basis für sinnvolles maschinelles Handeln bilden können.
Die Forschungsergebnisse werden zur Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme beitragen. Neben der TU München sind an dem auf mindestens vier Jahre angelegten Projekt die Universität der Bundeswehr München, die Universität Karlsruhe sowie das Fraunhofer Institut in Karlsruhe beteiligt. Gefördert wird es von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zudem unterstützen Automobilhersteller und Automobilzulieferer die Studien durch Sach- und Finanzspenden.

Mit innovativer Software per Mausklick auf der richtigen Spur

Eine Herausforderung bei einem solchen Projekt ist es, unzählige Daten aus verschiedenen Quellen sowie Test- und Simulationsläufen auszuwerten, miteinander zu vergleichen und zu visualisieren. Nur so können Wissenschaftler Informationen gewinnen und mögliche Störungen erklären.
Im Juli 2006 hat die SoftSolutions GmbH aus Augsburg den Mitarbeitern der TU München eine kostenlose Lizenz der Analysesoftware TraceRunner inklusive Schulung zur Verfügung gestellt, um die Herausforderung zu meistern. Die Wissenschaftler verwenden das Tool vor allem zum Auslesen von Hardwarekomponenten wie Steuergeräten über CAN (Controller Area Network)-Verbindungen.
„Wir haben einen sehr guten ersten Eindruck vom TraceRunner. Er hilft uns dabei, schnell und einfach sehr komplexe Daten nach Belieben zu durchforsten und auszuwerten sowie mit Bedingungen zu koppeln und weiterzuverarbeiten. Zudem ist eine leicht lesbare Visualisierung der Informationen auf verschiedene, sehr hilfreiche Arten möglich“, sagt Diplom-Ingenieur Sven Kraus, verantwortlich für ein Teilprojekt an der TU München.

Bisher ist der TraceRunner überwiegend in der Automobilindustrie im Einsatz ? beispielsweise bei der BMW AG. Der TraceRunner unterstützt Anwender bei der Entwicklung und Integration von Komponenten und Modulen sowie bei deren Überprüfung und Auswertung im produktiven Einsatz. Die Software reduziert den Zeitaufwand bei Analyse, Fehlersuche und Systemverifikation bis zu 80 Prozent.

SSA SoftSolutions GmbH
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