Auf der SPS/IPC/Drives zeigte Turck erstmals seine weiterentwickelten induktiven Sensoren mit dem Namen uprox+. Wir fragten Oliver Marks, Produktmanager für Positions- und Näherungssensoren bei Turck, was es mit der neuen Familie auf sich hat.


Herr Marks, optisch unterscheiden sich die Sensoren nicht besonders von induktiven Standard-Sensoren. Was ist das Besondere an uprox+?


Erstmals verwenden wir nicht nur auf einer Platine aufgedruckte statt gewickelte Spulen, sondern haben auch die Sende- und die Empfangsspule in Paare aufgeteilt.


Was bedeutet das für die technischen Eigenschaften?


Das hochgenaue Fertigen dieser Platinenspulen ermöglicht eine verbesserte Signalauswertung im Grenzbereich sowie höhere Schaltabstände. Zum Beispiel haben die Bauformen M12x1, M18x1 und M30x1 bei bündigem Einbau nun einen maximalen Schaltabstand von 4, 8 bzw. 15 mm. Außerdem weisen sie, wie alle uprox-Sensoren, eine hohe Magnetfeldfestigkeit sowie den Reduktionsfaktor 1 auf alle Metalle auf.


Erfordern große Schaltabstände nicht auch besondere Einbaubedingungen?


Normalerweise schon, nicht aber bei unserer neuen Sensor-Familie. Deren patentiertes Spulenkonzept ermöglicht eine optimal auf die Sensorbauform abgestimmte Spulengeometrie. Dadurch lassen sich die neuen uprox+-Sensoren einfach und unkompliziert montieren. Bündige Sensoren kann man auch überbündig einbauen und nichtbündige Sensoren haben drastisch verringerte Freizonen und sind teilbündig einbaubar. Zusätzliche mechanische Anbauteile werden dadurch ebenso eingespart wie spezielle Halterungen. Zusammen mit dem Vorbedämpfungsschutz verfügt ein Konstrukteur somit über wesentlich mehr Freiheitsgrade bei der Entwicklung von Maschinen und Anlagen.


Welche Bauformen lassen sich denn mit der neuen Technologie realisieren?


Die Pärchenbildung bei den Sende- und Empfangsspulen sorgt für eine hohe Flexibilität bei der Spulenanordnung, so dass die Sensor-Eigenschaften optimal an die jeweilige Bauform angepasst werden können. Zurzeit bieten wir uprox+ in M12x1, M18x1, M30x1 sowie als Quader mit 40 x 40 mm und 80 x 80 mm aktiver Fläche an. Weitere Standardbauformen werden gerade entwickelt. Applikationsorientierte Sensorbauformen lassen sich aber ebenfalls realisieren.


Bei so vielen technologischen und konstruktiven Vorteilen, wann wird uprox + die bisherige uprox-Familie ablösen?


Ob und wann durch uprox+ induktive Standardsensoren oder unsere bisherige uprox-Familie abgelöst werden, entscheidet der Kunde. uprox Faktor 1 konnte als einzige echte Innovation bei induktiven Sensoren in den letzten 40 Jahren nennenswerte Marktanteile (ca. 6 % des Gesamtmarktes ) erringen und in einigen Bereichen, z. B. in der Automobilindustrie, Standardsensoren bereits völlig verdrängen. Dementsprechend sehen wir auch bei uprox+ große Chancen, diesen Trend – im Sinne der Anwender – fortzusetzen.


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