Trotz durchwachsenem Jahr 2013 hält Christian Wolf, Geschäftsführer von Turck, an seiner Prognose für 2014 fest: 10 % Wachstum.

Trotz durchwachsenem Jahr 2013 hält Christian Wolf, Geschäftsführer von Turck, an seiner Prognose für 2014 fest: 10 % Wachstum.Turck

Mit einem voraussichtlichen Umsatz von 450 Millionen Euro wird der Mülheimer Sensorik-Anbieter in diesem Jahr um rund fünf Prozent wachsen – nach einer Nullrunde im Vergangenen Jahr. Trotz schwächerer Vorquartale (Q2: 3,57 %; Q3: 2,38 %) glaubt Turck-Geschäftsführer Christian Wolf, das Wachstumsziel zu erreichen. „Die letzten Tage im September (Ende Q3) und die ersten im Oktober waren sehr stark. Daher rechnen wir mit weiter anhaltendem Wachstum.“  Um diesen Kurs langfristig halten zu können, investiert der Hersteller in seine Infrastruktur und hat in diesem Jahr 150 Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 3.350 Menschen. „Es wird allerdings immer schwieriger, geeignete Fach- und Führungskräfte zu finden“, meint Wolf.

Wachstumsregionen Russland und Südafrika

Vor allem das Geschäft mit Russland und Nordamerika wächst derzeit überproportional; mit Russland zweistellig, mit Nordamerika um 5 %. „Auch Südafrika bietet große Chancen. Weshalb wir derzeit über die Ausweitung unserer Aktivitäten dort nachdenken“, fügt Wolf hinzu. Der Umsatz mit allen afrikanischen Ländern zusammen stieg  im Vergleich zum Vorjahr um 16 %.

Nach Produktbereichen gegliedert, wachsen insbesondere das für Turck neue Geschäftsfeld der Linear- und Drehwegsensoren (30 %) sowie die Anschlusstechnik (21 %). Der für den Hersteller größte Umsatzanteil fällt auf die Positions- und Näherungssensorik. Dieser Bereich wächst in diesem Jahr voraussichtlich um 2 %.

Neben Anforderungen an die Komponenten steigen die Erwartungen der Kunden an die Engineering-Kompetenz. Um dennoch gleichzeitig die Produkt- und Lösungsvielfalt nicht zu gefährden, verbessert das Unternehmen seine internen Prozesse. Dazu investiert es derzeit 10 Millionen Euro in ein neues Fertigungswerk in Beierfeld und plant IT-Prozessinvestitionen zwischen 2011 und 2014 in Höhe von 13 Millionen Euro. „Optimale Geschäftsprozesse sind einer der wichtigsten Wachstums- und Erlöstreiber“, begründet Wolf die Maßnahmen.

Ausblick 2014

Für das nächste Jahr rechnet Wolf mit 10 % Wachstum. Diese Zahl stützt sich unter anderem auf ein weiterhin positiv entwickelndes Systemgeschäft.  Mit dem Unternehmen Turck Mechatec ist der Hersteller vor zwei Jahren in diesen Bereich eingestiegen. „Wir verzeichnen hier ein starkes Wachstum“, erläutert Oliver Merget, Leiter des Geschäftsbereichs Automation Systems. Zum Angebot gehören Systemlösungen wie Schaltschrankbau, individuelle Verbindungssysteme, aber auch Engineering und Projekt-Lösungen. Für das geplante, stärkere Wachstum im kommenden Jahr gehören aber auch eine florierende Weltwirtschaft: Insbesondere die Regionen Südeuropa und China erfüllen die ursprünglichen Prognosen derzeit nicht. Aber Wolf bleibt dabei: „Wir haben die vorsichtige Erwartung, 10 % schaffen zu können.“