Der XRI 6L784 entspricht mit der Wandlung von vier seriellen Datenports auf einen 8-bit- Datenbus-Interface dem gängigen Industriestandard. Der UART kann wahlweise mit 3,3 V oder 5 V versorgt werden, bietet 5-V-tolerante Eingänge und kann ohne zusätzliche Buffer an den Systembus angeschlossen werden. Darüber hinaus verfügt der XR 1 6L784 über ein globales Interrupt Source Register, das überwacht und anzeigt, an welchem UART-Kanal ein Interrupt ansteht und welcher UART-Kanal – Transmit oder Receive – bedient werden muss (Servicing). Besonders wichtig ist dieses Funktionsmerkmal bei der Entwicklung von Designs mit mehreren seriellen Ports, da sich damit die Effizienz des im Betriebssystem eingebundenen Device-Treibers steigern lässt. 


Eine als automatische RS485 Half-Duplex Direction Control mit programmierbarem TumAround Delay bezeichnete Funktion vereinfacht Hard- und Software-Desigris und kompensiert Signalverzögerungen in Netzwerken mit großen Kabellängen. Der XR16L784 ermöglicht bei jedem Interrupt Service die Übertragung von großen Datenmengen und reduziert somit die Anforderungen an die CPU-Bandbreite. Eine automatische Hard- und Software Flow Control Funktion (RTS/CTS oder DTR/DSR) maximiert den Datendurchsatz und steigert die System-Performance. Als interne Register enthält der XRI 7C 154 den Industriestandard 16C550 und zusätzlich Exar‘s verbesserte Registerstruktur. Damit werden auch die zusätzlichen Anforderungen moderner Datenkommunikationssystemen erfüllt.


Zu den weiteren Funktionsmerkmalen des neuen UART-Bausteins gehören programmierbare TX- und RX-FIFO Trigger Level, Wireless Infrarot (IrDA) Encoder/Decoder, Device Identifizierung und ein Sleep Mode Wake Indikator. Der Baustein beinhaltet 64 Byte große TX- und RX-F1F0s in jedem UART-Kanal und verarbeitet serielle Daten mit einer Rate bis 3 Mbit/s. Muster des XR16L784 befinden sich im 64-poligen TQFP-Gehäuse, sind für den kommerziellen und industriellen Temperaturbereich ausgelegt und stehen ab sofort zur Verfügung.