Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis vom monatlichen Auftragseingang zum Umsatz.

Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis vom monatlichen Auftragseingang zum Umsatz.ZVEI

Besonders kleinere und mittlere Unternehmen hatten im Juli aufgrund einer etwas schwächeren Auftragslage wegen Betriebsurlaubs geschlossen. Es dürften einige Aufträge im Voraus gefertigt und durch die Speditionen zum Termin ausgeliefert worden sein. Der Auftragseingang im Juli nahm – mit einem Minus von 21,5 Prozent im Vergleich zum Juli des Vorjahres – hingegen außergewöhnlich hoch ab. Die wichtigsten Gründe waren atypische Verschiebungen bei einigen Großabnehmern, die durch Modellwechsel begründet waren, und die Bereinigung von Lieferplänen. Allerdings war der Juli 2012 der Monat mit dem höchsten Auftragseingang des ganzen Jahres, so dass die Messlatte recht hoch lag.

Der Umsatz war im August 2013 um 1,5 Prozent niedriger als im einen Arbeitstag kürzeren Vorjahresmonat. Er blieb damit knapp vier Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Der Auftragseingang war 12,4 Prozent niedriger als im August des vergangenen Jahres. Dennoch erreichten die in den ersten acht Monaten aufgelaufenen Bestellungen die gleiche Höhe wie im Jahr 2012.

Mit einem Wert von 0,86 reflektiert das Book-to-Bill Ratio im Juli den insgesamt schlechten Bestelleingang, stieg im August aber auf 0,89. Die Mitarbeiterzahl nahm im Vergleich zum Vormonat Juni zwar leicht zu, doch ist dies saisonbedingt. In der Urlaubszeit werden von vielen Firmen Aushilfskräfte eingestellt, die spätestens im Laufe des Septembers wieder entlassen werden. Die Mitarbeiterzahl lag im August 2013 wieder um 4,5 Prozent niedriger. Dazu beigetragen hat insbesondere die Schließung eines internationalen Unternehmens. Zudem wurden während der Urlaubszeit von einigen Firmen eingestellte Aushilfen nicht weiter beschäftigt.

Productronica 2013: Halle B1, Stand Atrium