Die Umsätze der Lapp-Gruppe stiegen 2012 um moderate 1,5 %.

Die Umsätze der Lapp-Gruppe stiegen 2012 um moderate 1,5 %.Lapp

Gründe für das schwache Wachstum sieht das Unternehmen im niedrigeren Kupferpreis und der andauernden Euro-Krise. Ohne den Rückgang der Kupferpreise um 8 % im Jahresdurchschnitt wäre das Wachstum höher ausgefallen, da der aktuelle Preis eines Kabels immer auf Kupferbasis berechnet wird. Im Vorjahr war der Umsatz von einem Anstieg des durchschnittlichen Kupferpreises um 7 % gekennzeichnet. Hinzu kommt der zweistellige Rückgang in den Euro-Krisenländern Frankreich, Italien und Spanien. Ohne diese Umsatzverluste läge das Umsatzplus bei 3 %.

Der Europa-Umsatz betrug 594 Millionen Euro (Vorjahr: 620 Millionen Euro) – ein Minus von 4 %. Dabei haben sich die einzelnen Länder sehr unterschiedlich entwickelt. Ein starkes Umsatzwachstum erzielten beispielsweise Großbritannien, Russland, Ukraine und die Türkei. Länder, die in den Strudel der europäischen Staatsschuldenkrise geraten waren (Frankreich, Italien, Spanien) erreichten nur noch ein negatives Wachstum. Deutschland, als stärkster Einzelmarkt, konnte dagegen seinen Umsatzanteil von 36 % am Gesamtkonzernumsatz konstant halten. Der Umsatz lag mit 306 Millionen Euro um 1,5 % höher als im Vorjahreszeitraum (302 Millionen Euro). Mit 69 % Umsatzanteil am Gesamtumsatz ist Europa (Vorjahr: 73 %) nach wie vor der Kernmarkt für das Unternehmen.

Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 nicht wesentlich ändern werden. Die Umsatzzuwächse liegen im einstelligen Bereich und sind ungefähr auf Vorjahresniveau, in einigen Gesellschaften leicht darunter. „Für die kommenden Monate rechnen wir weiterhin mit einer stabilen Entwicklung“, erklärt Dr. Schwellbach, verantwortlich für Finanzen und Controlling bei Lapp. Wegen der hohen Investitionen, Abschreibungen und Kostensteigerungen wird das Ergebnis 2012/2013 voraussichtlich niedriger ausfallen als in den Vorjahren.