Die Umsätze bei den deutschen PV-Zulieferern sank um 54 %. Die steigende Nachfrage in Nordafrika und dem Nahen Osten macht der Branche aber Hoffnung.

Die Umsätze bei den deutschen PV-Zulieferern sank um 54 %. Die steigende Nachfrage in Nordafrika und dem Nahen Osten macht der Branche aber Hoffnung.Chaotic Photography – Fotolia.com

„Die Photovoltaik-Zuliefererbranche leidet unter der anhaltend schwachen Investitionsbereitschaft der Wafer-, Zell- und Modulhersteller. Insbesondere Ausrüstung für die Zellproduktion wurde zu Jahresbeginn weniger nachgefragt,“ erläutert Dr. Peter Fath, Vorstandsvorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Im internationalen Vergleich konnten die deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer ihren Marktanteil von über 40 % aber behaupten.

Vor allem der um 60 % gesunkene Umsatz durch asiatische Kunden machte den deutschen Zuliefern zu schaffen. Asien kauft aber immernoch knapp 80 % des Exports.

Ganz anders sieht es dagegen bei den Auftragseingängen aus: Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um 21 % zu. Allerdings schieben hier einzelne Großprojekte die Bilanz an. Dadurch unterscheidet sich die Auftragssituation der einzelnen Zulieferer erheblich voneinander. War in den letzten Jahren das Asiengeschäft das Zugpferd der Marktentwicklung, so fanden im ersten Quartal 2012 ein Gros der Investitionen in der Mena-Region (Nahost und Nordafrika) statt. Insgesamt bleibt die Auftragsreichweite der Meldefirmen mit 6,5 Produktionsmonaten leicht über dem Wert für den Gesamtmaschinenbau von 6 Monaten, der im Februar dieses Jahres ermittelt wurde.