Am Photovoltaik-Maschinenbau-Himmel gibt es neben viel Sonne auch Wolken.

Am Photovoltaik-Maschinenbau-Himmel gibt es neben viel Sonne auch Wolken.Chaotic Photography – Fotolia.com

Die Gesamtbranche des Photovoltaik-Maschinenbaus erlebte nach einem ruhigen Start zu Beginn des Jahres 2011 ein fulminantes Umsatzwachstum im zweiten und dritten Quartal und übertraf zeitweise selbst die guten Zahlen aus dem Boomjahr 2010. Die Exportquote im Jahr 2011 erreicht 87 %. Kunden aus Asien bildeten wie gewohnt das Rückgrat für die guten Umsatzzahlen. Fast 80 % der gesamten Umsätze wurden in Fernost mit Schwerpunkt China erzielt. Der europäische Markt hingegen ist für nur knapp 7 % der Umsätze verantwortlich. Zweitstärkste Absatzregion mit gut 13 % Marktanteil bleibt der heimische Markt.

Angespannt sieht dagegen die Lage bei den Auftragseingängen aus. Dr. Peter Fath, Technologievorstand von Centrotherm Photovoltaics und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel erläuert: „Die in den letzten Jahren aufgebauten Überkapazitäten in der Wafer-, Zell- und Modulfertigung haben zu einer empfindlichen Zurückhaltung bei der Investitionsbereitschaft unserer Kunden geführt.“ Als weiterer Grund für das schwierige Marktumfeld gilt die unsichere Entwicklung der Installationsmärkte in Europa und anderen Schlüsselmärkten. Gerade die Auftragseingänge aus dem traditionell starken Asiengeschäft sind in der zweiten Jahreshälfte regelrecht eingebrochen. Auch die Bestellungen aus dem heimischen und dem europäischen Markt sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Einzig die Auftragseingänge aus dem US-amerikanischen Markt konnten 2011 zulegen, befinden sich aber nach wie vor auf schwachem Niveau. Die Auftragsreichweite der Meldefirmen sinkt zum Ende des Jahres 2011 auf 5,9 Produktionsmonate, bleibt aber knapp über dem Wert für den Gesamtmaschinenbau (5,7 Monate im Oktober 2011).