Diese Hardware unter Test kann sowohl die On-Chip-Peripherie des Mikrocontrollers als auch Mikrocontroller-externe Hardware sein. Dadurch wird ein so genannter Hardware-in-the-Loop-Test für Unit- und Integrationstests möglich. Ein solcher Test ist besonders sinnvoll, wenn der Mikrocontroller als Softcore in einem FPGA implementiert ist, denn hier ist die On-Chip-Peripherie eigentlich nicht Hardware, sondern Software, die sich im Laufe der Entwicklung ändern kann und deshalb immer neu getestet werden muss.

Technisch gesehen bietet Tessy die Möglichkeit, vor der Durchführung eines Tests eine Test-Hardware anzusteuern. Diese Test-Hardware wird vom Anwender bereitgestellt.

Es kann sich dabei um Spezial-Hardware oder um Off-the-Shelf-Hardware handeln. Die Verbindung zu Tessy wird über einen Software-Adapter (eine DLL) hergestellt. Das Interface dieses Adapters zu Tessy ist vorgegeben, die eigentliche Ansteuerung der Test-Hardware wird durch den Anwender implementiert. Nach dem Test ermittelt Tessy mittels dieses Software-Adapters die Testergebnisse. Dabei handelt es sich um Werte, die durch die Test-Hardware nach dem Test ermittelt wurden oder die während des Tests aufgezeichnet wurden.