Weil das Original-IC (links) unzuverlässig und schwer zu beschaffen war, entwickelte Kraus Hardware eine Pin- und funktionskompatible Ersatzschaltung (rechts).

Weil das Original-IC (links) unzuverlässig und schwer zu beschaffen war, entwickelte Kraus Hardware eine Pin- und funktionskompatible Ersatzschaltung (rechts).

Die Kraus Hardware in Großostheim bei Frankfurt erhielt den Auftrag, eine Ersatzschaltung für einen IC zu entwickeln. Der Chip hatte in der Zuverlässigkeit und Beschaffung immer wieder zu Problemen geführt und wurde zwischenzeitlich sogar abgekündigt. Der Kunde stellte dazu einen Schaltplan für die Ersatzschaltung zur Verfügung. „Alle weiteren Aufgaben wie Layouterstellung, Materialbeschaffung, Bestückung, Test, Montagearbeiten zum Aus- und Einbau der Backplane in die Baugruppenträger lagen dann in unserer Verantwortung“, betont Geschäftsführer Andreas Kraus. Als besondere Herausforderung galt es, eine stattliche Anzahl an Bauteilen und Testpunkten auf einer Fläche von neun mal 19 Quadratmillimetern zu platzieren und die Sig­nal­integrität der Hochfrequenzsignale zu berücksichtigen. Die mechanischen Abmessungen und Kontaktierungen zur Backplane mussten so gewählt werden, dass die Ersatzschaltung auf einem bestehenden SO28-IC-Bestückplatz eingesetzt werden kann. Ein großer IC wurde in der Mitte positioniert, damit der Bestückungsautomat die Ersatzschaltung bei einer Nachfertigung vollautomatisch verarbeiten kann.
Da alle Prozesse von der Entwicklung bis zur Fertigung beim Dienstleister Kraus im Haus vorhanden sind, wurde die Gesamtabwicklungszeit im Wesentlichen durch die Fertigungszeit der Rohleiterplatte und Beschaffung der Materialien bestimmt. Zur Layoutentwicklung diente Pads Layout von Mentor Graphics. (lei)