USA today!

ES-Korrespondent Henning Wriedt präsentiert topaktuelle News aus Amerika. Für Sie ausgesucht, damit Sie heute schon wissen wohin es morgen geht!

Speziell in der Medizin und in der chemischen Analysetechnik ist eine möglichst genaue Farbbestimmung von großer Bedeutung. Intelligente, optische Lichtsensoren haben sich als besonders hilfreich erwiesen und erzielen bereits ein Marktvolumen von 3 Mrd. $. Hersteller dieser reflektiven Farbsensoren, eine Kombination von Farb-LED-Die mit einem Licht/Spannungs-Umsetzer und Farbfilter in einem SMT-Gehäuse, ist die texanische Firma TAOS. Angeboten werden derzeit drei Sensoren mit hohem Signal/Rausch-Abstand für die Primärfarben Rot, Blau und Grün (www.taosinc.com).
3D-ICs werden Realität
Selbst sehr komplexe ICs mit hoher Transistorzahl werden praktisch in zweidimensionaler Form gefertigt, wobei die Strukturbreiten inzwischen bereits bis auf wenige nm zurück gegangen sind, da die Chipfläche relativ teuer ist und mit zunehmender Fläche einfach “unhandlich” wird. Was Städteplaner schon längst praktizieren, will Matrix Semiconductor nunmehr auch nach vollziehen: Wird die Fläche zu kostbar, dann wird in die Höhe gebaut. Den Matrix-Spezialisten ist es gelungen, mehrere “Schichten” an Transistorfunktionen zu stapeln, und zwar mit einem sehr kostengünstigen und relativ unkomplizierten Fertigungsverfahren. Im Vergleich zu den gegenwärtigen IC-Herstellungsverfahren will Matrix die Herstellungskosten sogar um eine Zehnerpotenz senken, wobei das gesamte Fertigungsverfahren auf standardisierten Materialien und Anlagen beruht (www.matrixsemi.com).
Transistoren von der Rolle?
Wenn man die derzeitige Fertigung von integrierten Schaltungen (batch processing) in ihrer atemberaubenden Komplexität betrachtet und dabei gleichzeitig zur Kenntnis nehmen muss, dass die entsprechenden Investitionen für die komplette Fabrikation in die Milliarden Dollar gehen, dann kann einen die folgende Meldung schon in tiefes Erstaunen versetzen: Der Silicon Valley Startup Rolltronics und dessen Geschäftspartner, die Iowa Thin Film Technologies, demonstrierten erst kürzlich funktionierende Transistoren, die mit einer sogenannten “roll-to-roll” Herstellungstechnik gefertigt wurden. Im Rahmen dieser Fertigung wird ein fortlaufendes Band aus flexiblem Polymer mit platinenartigen Siliziummustern beaufschlagt, und zwar bei Temperaturen unter 100 °C. Rolltronics hat die entsprechenden Lizenz-Fertigungsrechte an diesen Dünnfilmschaltungen von dem Lawrence Livermore National Lab (LLNL) erworben. Als erste Anwendungsbereiche für diese Dünnfilmschaltungen werden Identifizierungs-Plaketten, biometrische Sensoren und AM-Anzeigeeinheiten genannt (www.rolltronics.com).
Neue Applikationen für GaN
Gallium Nitrid konnte, trotz interessanter Spezifikationen, bisher nicht in alle Applikationsbereiche vordringen, da das Material Defektprobleme aufweist. Nitronex gelang es nunmehr, hochreines GaN auf Silizium aufzubringen, und zwar mit einem Fertigungsprozess, der die Defekte im GaN-Kristall vermindert. Das Verfahren scheint Erfolg zu versprechen, denn das Unternehmen fertigt bereits diskrete Leistungsverstärker für die HF-Technik zum Beispiel für Zellular-Basisstationen. Die Leistungsdichte der GaN-ICs ist etwa sechs Mal höher als bei entsprechenden Si-Produkten (www.nitronex.com).