Plagiate gefährden nicht erst seit gestern die Wirtschaft. Darüber hinaus sind unsichere Produkte in der Regel eine Gefahr für den Verbraucher.
Dem Thema widmet sich nun verstärkt der VDE: „Wir haben bereits vor geraumer Zeit eine eigene Abteilung aufgebaut, die sich auf die Verfolgung von Missbrauchsfällen des VDE-Zeichens konzentriert“, erklärt Dr.-Ing. Klaus Kreß, Leiter der Zertifizierungsstelle des VDE-Instituts in Offenbach. Das VDE-Institut arbeitet eng mit den Marktaufsichtsbehörden zusammen und forciert eine strengere Überwachung. 158 Fälle deckten die Ermittler des VDE-Instituts nach eigenen Aussagen 2007r auf, 58 Prozent mehr als 2006. China steht dabei mit 54 Fällen an erster Stelle, eine leichte Zunahme ist bei Produkten aus Italien zu verzeichnen. Was die Produkte angeht, nimmt die Zahl der Missbrauchsfälle bei Haushaltsgeräten ab, während sie bei Installationsmaterialien zunimmt. Wichtiges Instrument: die sogenannte „Schwarze Liste“ auf der Website des VDE-Instituts. „Zusammen mit unserer Online-Zertifizierungsdatenbank ist dies unsere meistbesuchte Seite“, freut sich Kreß. Die Tabellen enthalten auch Produkte, deren Genehmigungsausweis aufgrund von Sicherheitsbedenken oder groben Verstößen entzogen wurden. Um Missbrauchsfälle entgegenzutreten, führt das VDE-Institut eigene Überwachungsmaßnahmen wie Marktkontrollen, Beobachtungen und Messebesuche durch.