„Wir werden uns in Indien auch in Zukunft auf ein kurzfristigeres Auf und ab der Maschinenbaukonjunktur einstellen müssen“, sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge mit Blick auf die Maschinen-Handelsbilanz mit Indien.

„Wir werden uns in Indien auch in Zukunft auf ein kurzfristigeres Auf und ab der Maschinenbaukonjunktur einstellen müssen“, sagte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge mit Blick auf die Maschinen-Handelsbilanz mit Indien. VDMA

Nach einem signifikanten Anstieg der deutschen Maschinenexporte nach Indien im vergangenen Jahr um fast 15 % auf 2,92 Mrd. Euro folgte im ersten Halbjahr 2016 ein Rückgang der Lieferungen um 8,5 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr. „Wir werden uns in Indien auch in Zukunft auf ein kurzfristigeres Auf und ab der Maschinenbaukonjunktur einstellen müssen“, sagte der VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge während eines Besuchs des Subkontinents. Der Verband begrüßt die Anstrengungen der indischen Regierung, den Anteil der Industrie an der Wirtschaft signifikant zu erhöhen und ein investitionsfreundlicheres Umfeld zu schaffen. Mit einem Exportwachstum rechnet der Verband in diesem Jahr nur in den Fachzweigen Antriebstechnik, Baumaschinen, sowie Pumpen und Systeme. „Alle anderem Fachzweige erleben im Indiengeschäft derzeit ein schwieriges Umfeld“, sagte Festge. Als erfreulich bezeichnete er dagegen die indischen Lieferungen in den deutschen Maschinenbausektor, die in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um rund 6 Prozent auf 280 Millionen Euro zulegten. Um die Indiengeschäfte zu verbessern, fordert der Verband unter anderem die Einfuhrzölle nach Indien zu senken, die Schwierigkeiten beim Erwerb von Industriegrundstücken zu beseitigen und die stockenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wieder aufzunehmen.