In diesem Zusammenhang favorisiert der VDMA den offenen Schnittstellenstandard OPC UA für Industrie 4.0. Insgesamt spricht sich der Lenkungskreis Technikpolitik zur praktischen Realisierung von Industrie 4.0 für ein Zusammenspiel von konsensbasierter Normung und dem Nutzen sowie Erarbeiten von Konsortialstandards aus. „Um am Ende einen zuverlässigen Standard zu erarbeiten, müssen von Beginn an alle betroffenen Kreise, insbesondere Hersteller und Anwender, in den Prozess einbezogen werden, egal ob es sich um eine konsensbasierte Norm oder einen Konsortialstandard handelt“, verdeutlich Naemi Denz, Abteilungsleiterin VDMA Technik, Umwelt und Nachhaltigkeit, die Position des VDMA Lenkungskreis.

Leitfaden zur Einführung in den Mittelstand

In einem Leitfaden des VDMA werden die Eigenschaften von OPC UA und konkrete Migrationsstrategien vorgestellt. Damit unterstützen die Autoren des Leitfadens insbesondere mittelständische Unternehmen dabei, neue Kundenanforderungen und Mehrwertdienste schnell umzusetzen. In die Erstellung des OPC UA Leitfadens waren Experten der Plattform Industrie 4.0 eingebunden – so wird im Leitfaden der Standard OPC UA im Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI4.0) der Plattform Industrie 4.0 eingeordnet. Die Zusammenarbeit von VDMA und Plattform Industrie 4.0 im Bereich Standardisierung wird in Zukunft noch enger fortgeführt: Geplant ist eine weitere Publikation zu den sogenannten „OPC UA Companion Specification“. Gemeint ist die Erstellung von standardisierten Informationsmodellen im betrieblichen Umfeld, die die Integration und Verwendung von Komponenten unterschiedlicher Hersteller ermöglicht.

Die Hot Spots zum Thema Industrie 4.0 auf der SPS IPC Drives 2017.