„Der Fachkräftemangel macht im Maschinenbau auch vor der Software und Automatisierungstechnik-Entwicklung nicht halt“, erklärt Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im VDMA, anlässlich des Dritten Nationalen IT-Gipfels. „In diesem Bereich sind heute schon genauso viele Stellen unbesetzt wie in der mechanischen Entwicklung und Konstruktion“. Dies ist die Quintessenz einer im September 2008 durchgeführten Umfrage unter den VDMA-Mitgliedern. Rund zwei Drittel der Unternehmen nennen die Personalverfügbarkeit als größtes Problem in der Entwicklung von IT und Automatisierungstechnik. Heute besteht laut Umfrage ein Maschinenbauprodukt im Schnitt nur noch zu drei Vierteln aus mechanischen Komponenten. Bereits ein Viertel machen Software, Elektrotechnik und IT-Hardware aus. Tendenz deutlich zunehmend, denn die Unternehmen messen der Software und Automatisierungstechnik eine wachsende Bedeutung für ihre Wettbewerbsfähigkeit am Markt bei. Die große Bedeutung von Software und Automatisierungstechnik unterstreicht auch das Beschäftigungswachstum bei den Elektroingenieuren und Informatikern. Deren Zahl hat sich im Maschinen- und Anlagenbau innerhalb von zehn Jahren auf nunmehr rund 34 000 verdoppelt. Die befragten Unternehmen rechnen damit, dass die Zahl der Arbeitsplätze in der Entwicklung von Software und Automatisierungstechnik in den nächsten drei Jahren um mehr als 30 % wachsen wird.