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„Es sind nicht die neuen Produkte allein, es ist das Zusammenführen der Komponenten“, so Paul Kho, Leiter Koordination technische Fachpresse bei Festo in Esslingen. Das und mehr ist auch das Anliegen des Vereins Mensch und Mechatronik: Die intelligente Zusammenführung der verschiedenen Welten. Eines der Kernprobleme neben den unterschiedlichen Sprachwelten der Soft- und Hardwareleute sei das Nacheinander der Entwicklungsarbeit: „Bisher musste jeder Entwickler mit dem leben, was beim vorherigen Entwicklungsschritt verbrochen wurde,“ so Georg Pfeifer, Optima Packaging and Filling Machines (Bild). „Das geht einfach nicht, dieses Nacheinander ist out.“ Parallele Entwicklung in Teams insofern ein Zukunftsmodell, die hohe Integration von Elektronik und Mechanik macht die gemeinsame Entwicklung von Software und Mechanik eminent wichtig. Dieser mechatronische Ansatz hat Zukunft, zudem ist das Prozesswissen im Gegensatz zur Mechanik nur schwer kopierbar. Dass der Weg zu einem mechatronischen Ansatz im deutschen Maschinenbau noch ein weiter ist, zeigt auch das Forschungsprojekt Bestvor, gefördert durch das BMBF: Die Mechaniker stufen ihr Unternehmen im Schnitt als zufriedenstellend, die Softwareleute meist eher schlecht ein. In Bestvor kooperieren sieben Maschinenbauunternehmen aus verschiedenen Branchen, die sich stark in der Größe unterscheiden (von 100 bis 3?000 Mitarbeiter). Die Projektkoordination realisiert ITQ. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die TU München (itm, Prof. Bender) und das Fraunhofer Institut ipt aus Aachen (Prof. Schmidt). (uns)

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