Bild 1: Mithilfe assistierter Mobilität lassen sich langfristig zahlreiche Verkehrsunfälle vermeiden, sagt eine Studie von Bosch.

Bild 1: Mithilfe assistierter Mobilität lassen sich langfristig zahlreiche Verkehrsunfälle vermeiden, sagt eine Studie von Bosch.

Vorausfahrende Autos warnen beim vernetzten Fahren rechtzeitig vor stockendem Verkehr. Das eigene Auto drosselt die Geschwindigkeit, bevor eine gefährliche Situation entsteht. Am Ende der Fahrt leitet das Navigationssystem den Fahrer direkt zur freien Parklücke.

Bild 2. Die Vernetzung von Assistenz- und Sicherheitssystemen wird in Zukunft zunehmen.

Bild 2. Die Vernetzung von Assistenz- und Sicherheitssystemen wird in Zukunft zunehmen. Bosch

Diese Vision könnte bald Realität werden. Möglich soll das die zunehmende Integration der Autos ins Internet machen. Wie sich vernetzte Mobilität in Deutschland, den USA und den Großstädten Chinas auswirken wird, untersucht die Studie „Connected Car Effect 2025“. Erstellt haben sie Bosch und das Beratungsunternehmen Prognos.

Wie schnell schlägt sich Vernetzung nieder?

Insgesamt  wurden dabei zwölf Technologien für den privaten Personenkraftverkehr betrachtet: „In Modellrechnungen haben wir simuliert, wie schnell sich die neuen Technologien im Fahrzeugbestand niederschlagen“, erläutert Prognos-Mobilitätsexperte Stephan Kritzinger. Das Ergebnis: Sicherheitssysteme und cloud-basierte Funktionen können rund 260.000 Unfälle mit Verletzten verhindern. Außerdem können sie rund 400.000 Tonnen CO2-Emissionen und viel Zeit einsparen.

Auch bereits bestehende Assistenz- und Sicherheitssysteme spielen dabei eine Rolle. Denn deren zunehmende Anbindung ans Internet soll Zusatznutzen für die Verkehrsteilnehmer generieren: ESP-Sensoren melden künftig vereiste Straßenabschnitte, Kameras sammeln Daten zu Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Nebel. Funktionen wie internetbasierte Parklösungen oder Falschfahrerwarnungen in nahezu Echtzeit lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen. „Unsere Studie zeigt: Die Effekte der Vernetzung werden 2025 für jeden Autofahrer spürbare Auswirkungen haben“, fasst der zuständige Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel zusammen.