Die ersten 01005-Testplatinen haben Fertigungsleiter Andreas Lebrecht (links) und SMT-Teamleiter Benjamin Kirsch bereits Anfang 2013 bestückt. Inzwischen steht Vierling kurz vor der 01005-Serienreife.

Die ersten 01005-Testplatinen haben Fertigungsleiter Andreas Lebrecht (links) und SMT-Teamleiter Benjamin Kirsch bereits Anfang 2013 bestückt. Inzwischen steht Vierling kurz vor der 01005-Serienreife.Vierling

Die Bezeichnung 01005 beschreibt elektronische Bauteile, die nur 0,2 mm x 0,4 mm groß sind. Die 01005-Projektgruppe traf sich zuletzt in Ebermannstadt, um Design- und Verarbeitungsrichtlinien zu diskutieren. Neben Vierling und dem Lehrstuhl FAPS gehören dem projektbegleitenden Ausschuss unter anderem ASM, Bosch, Continental, Heraeus, LaserJob, Miele und Viscom an.

In Ebermannstadt ging es um die vielen kleinen Anpassungen im Fertigungsprozess, die zur 01005-Einführung erforderlich sind. „Aktuell konzentrieren wir uns auf den Schablonendruck, da dieser einen großen Teil der möglichen Fertigungsfehler begründet“, erklärt Stefan Härter, Projektleiter am Lehrstuhl FAPS. Getestet werden dabei Einflussfaktoren, wie die Dicke der Schablonen oder die eingesetzte Lotpaste, um Prozessparameter zu identifizieren und zu bewerten. Andreas Lebrecht, Fertigungsleiter und verantwortlich für das 01005-Projekt bei Vierling, ist zuversichtlich: „Nach vielen Tests sind wir jetzt in der Lage, 01005-Bauteile zuverlässig zu platzieren, zu löten und optisch zu kontrollieren. Sobald wir den Lotpastendruck weiter optimiert haben, können wir 01005-Serien in konstant hoher Qualität produzieren.“ Voraussetzung ist, dass Vierling in den vergangenen Monaten mehrere Hunderttausend Euro in Ausrüstung investiert hat, darunter ein Bestückungsautomat und umfangreiches Zubehör für die SMT-Linien.

Das Projekt „01005-Prozessfenster“ ist ein Forschungsvorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS). Es wird über die AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.