Erneuerbare Energien sind nicht immer auf Knopfdruck abrufbar. Ein virtuelles Kraftwerk verknüpft die Energiequellen, koordiniert sie und hilft dem Betreiber bei der Planung.

Erneuerbare Energien sind nicht immer auf Knopfdruck abrufbar. Ein virtuelles Kraftwerk verknüpft die Energiequellen, koordiniert sie und hilft dem Betreiber bei der Planung.
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Infolge des EEG steigt die Anzahl der Einspeiser in das Energienetz. Aber die aus erneuerbaren Energiequellen erzeugte Strommenge unterliegt starken Schwankungen, sodass das Netz instabil wird. Konventionelle Kraftwerke müssen daher ausgleichend unterstützen. Für die Betreiber herkömmlicher Kraftwerke ist die mangelnde Planungssicherheit jedoch problematisch, denn solche Anlagen lassen sich nicht ohne Weiteres flexibel regeln.

Erfolgreich koordinieren

Virtuelle Kraftwerke, in denen verschiedene erneuerbare Energiequellen zusammengefasst sind, ermöglichen das Planen der Energiezufuhr: Damit das Energienetz stabil bleibt, kombiniert ein virtuelles Kraftwerk die jeweiligen Quellen automatisch miteinander. Um die einzelnen Energieträger zu verknüpfen, bietet Mitsubishi Electric mit dem Prozessleitsystem PMSX-Pro und dem Life-Cycle-Softwaretool Maps (Mitsubishi Adroit Process Suite) unterstützende Produkte an – damit die Anlage schnell auf Anforderung aus dem Netz reagiert. Die Tools steuern die angeschlossenen Kraftwerksteile entsprechend ihrer Auslastung und Kapazitäten an. Das Prozessleitsystem basiert auf standardisierten Automatisierungskomponenten und ist nach den Kraftwerksstandards zertifiziert. Ein integrierter Projektassistent im Softwaretool generiert automatisch SPS- und Scada-Projekte, was die Planungs- und Konfigurationszeit verkürzt. Damit wird auch ein strukturierter Systemaufbau ermöglicht und somit die laufende Wartung der Anlage über den gesamten Lebenszyklus erleichtert.

Mit dem Online-Tool können Anwender die Auswirkungen verschiedener Energieträger im Wechselspiel testen.

Mit dem Online-Tool können Anwender die Auswirkungen verschiedener Energieträger im Wechselspiel testen.Mitsubishi Electric

Unterstützung durch weitere Elemente

Weitere Automatisierungskomponenten im Portfolio von Mitsubishi Electric ermöglichen einen energie- und kosteneffizienten, reibungslosen Betrieb innerhalb virtueller Anlagen – beispielsweise SPSen, Umrichter, Niederspannungsschaltgeräte, Remote Terminal Units (RTUs) oder Bediengeräte der GOT Serie. Denn eine fertige Lösung für virtuelle Kraftwerke gibt es nicht. Jede Anlage wird für individuelle Bedürfnisse und abhängig von der konkreten Teilnehmerart und -anzahl entwickelt. Zum Testen des Wechselspiels und der Auswirkungen zwischen verschiedenen erneuerbaren Energieträgern innerhalb eines virtuellen Kraftwerks gibt es ein Online-Tool auf der Homepage des Unternehmens.

Technik im Detail: Maps

Die Mitsubishi Adroit Process Suite (Maps) ist eine Anwendung zur Dokumentationsverwaltung mit Diagnose- und Wartungs-Tools. Sie behebt die Mängel von SPS-/Scada-Integrationswerkzeugen und verkürzt die Planungs- und Integrationsphasen.
Das Tool verbindet drei grundlegende Aufgaben im Anlagenbau miteinander: das Programmieren der SPS, das Entwickeln der Prozessleitapplikation sowie das Erstellen und Aktualisieren der Dokumentation. Die Maps-Bibliothek enthält hierfür vorgefertigte Bausteine, sogenannte Templates, aus denen das Tool automatisch Berichte erzeugt. Diese Templates beinhalten das in der Steuerung abgebildete Verhalten, die grafische Darstellung, die Alarme, die Datenarchivierung des betreffenden Objektes, die Messstellen-Bezeichnungen (Tags) als Bestandteile des Prozessleitsystems sowie alle im Programm verwendeten digitalen und analogen Ein- und Ausgänge. Bei Übergabe spiegelt das Projekt den Ist-Zustand der elektrotechnischen und der Hardware-Konfiguration wider, die an Scada-Tags und SPS-I/Os angepasst sind. Die datenbankbasierten Berichte geben auch bei laufender Wartung den aktuellen Stand der gesamten Systemkonfiguration wieder.