Die Energie-Rückspeisung erfolgt bei den ERS-Geräten über das Heinzinger-Energy-Recovery-System.

Die Energie-Rückspeisung erfolgt bei den ERS-Geräten über das Heinzinger-Energy-Recovery-System.Heinzinger

Bei den neuen rückspeisefähigen Netzgeräten liegt ein besonderes Augenmerk auf der Realisierung hoher Dynamik sowohl im Netzgeräte- als auch Rückspeisebetrieb. Dabei erkennt das Netzgerätesystem auch eigenständig in welchem Betriebszustand sich der angeschlossene Verbraucher befindet. Wichtig ist ob der Verbraucher Energie benötigt (Betrieb des Netzgerätes als Quelle) oder zurückliefert (Betrieb des Netzgerätes als Senke). Diese Detektion erfolgt automatisch oder auf Wunsch auch manuell. Eine komplexe Auswerteelektronik am Netzgeräteausgang trägt den besonderen Gegebenheiten Rechnung.

Im Rückspeisebetrieb wandelt das Netzgerät die vom Verbraucher gelieferte DC-Spannung in eine Wechselspannung um und speist diese ins Stromnetz ein. Hierzu werden die hohen Anforderungen an die galvanische Trennung zwischen Primär- und Sekundärseite entsprechend im Gerätedesign verwirklicht. So ist ein unter allen Betriebszuständen zuverlässiger und fehlerfreier Betrieb sichergestellt. Bei mehrkanaligen Systemen besteht auch die Möglichkeit die Energie über einen Zwischenkreis an weitere Verbraucher zur Verfügung zu stellen.

Für Applikationen im Bereich Hybridantriebe sind die Netzgeräte für Spannungen bis 1000 V lieferbar. Die Höhe der erforderlichen Stromstärke ist abhängig von der Anwendung und liegt derzeit typischerweise im Bereich von 300 bis 500 A. Die Leistung des „Heinzinger Energy Recovery“-System ist auf die jeweilige Anforderungen des Prüfstands abgestimmt, typische Leistungsklassen sind 120 oder 160 kW, größere Leistungen sind ebenfalls möglich. Zur Fernsteuerung der Systeme stehen verschiedene Schnittstellenlösungen zur Verfügung. Die effiziente Wasserkühlung ermöglicht ein kompaktes Gerätedesign. Wie bei jedem Heinzinger-Netzgerät ist auch hier die Anpassung der Geräte an die Kundenanwendung und die Erfordernisse der Applikation Bestandteil des Leistungsumfangs.

Hintergrundinfos

Für Anwendungen im Bereich Batterieersatz bietet Heinzinger seit vielen Jahren hochpräzise DC-Leistungsnetzgeräte für die Automotive-Industrie an. Mit der Entwicklung im E-Fahrzeugbereich haben sich in den letzten zehn Jahren auch die Anforderungen an die Batteriesimulation grundlegend geändert. Lagen die Spannungen früherer Netzgeräte ausschließlich im Bereich von 16 bis 30 V (Bordnetze mit 12 V oder 24 V), sind heute auch Spannungen bis 600 V (Simulation von Hochvoltsystemen für EV- & HEV-Fahrzeug- sowie Komponententest) gefragt.

Während die Niederspannungsnetzgeräte (bei Strömen zwischen 500 und 5000 A) als DC-Quelle die Starterbatterie ersetzen, sind die Anforderungen für die Batteriesimulation bei Elektrofahrzeugen vielfältiger. Moderne Prüfstands-Energiesysteme (wie die Heinzinger ERS-Serie) können sowohl als Quelle, wie auch als Senke arbeiten und die vom Verbraucher zurückgelieferte DC-Energie entweder als Netzspannung rückspeisen oder, bei Zweikanallösungen, über einen Zwischenkreis an weitere Verbraucher abgeben. In der Automobil- und Zulieferindustrie werden diese Systeme inzwischen in Testständen von Hybrid-Antrieben und Elektrofahrzeugen verwendet. Aber auch im Komponententest finden die Geräte Verwendung. Herstellerunabhängige Testhäuser statten Ihre Prüfplätze heute ebenfalls mit den zukunftsträchtigen Netzgeräte-Systemen aus.

Die Prüfstands-Energiesysteme arbeiten mit einer Energie-Rückspeisung (Netzrückspeisung der vom Verbraucher zurück gelieferten DC-Spannung), welche für eine erhebliche Kostenreduzierung im laufenden Betrieb sorgt. Heinzinger trägt mit der Geräteserien ERS, einem hochdynamischen bidirektionalen Prüfstands-Energiesystem, diesen besonderen Anforderungen Rechnung. Die Geräte decken höchste Anforderungen an Genauigkeit und Stabilität ab und bieten eine hohe Dynamik im Regelverhalten. Die Energierückspeisung erfolgt hier über das „Heinzinger Energy Recovery“-System.