Auch bei langen Verfahrenswegen passen sich modular aufgebaute Synchron-Linearmotoren 1FN6 der jeweiligen Applikation an.

Auch bei langen Verfahrenswegen passen sich modular aufgebaute Synchron-Linearmotoren 1FN6 der jeweiligen Applikation an.

Mit dem Synchron-Linearmotor 1FN6 hat Siemens, München, ein neuartiges Motorkonzept umgesetzt, das alle Vorteile von Direktantrieben bietet, als da wären hohe Kraftdichte und Dynamik, gute Regelbarkeit und ausgezeichnete Genauigkeit. Gleichzeitig kommt die Technik ohne Permanentmagnete auf der Sekundärteilspur aus, was den kostengünstigen Einsatz besonders bei langen Verfahrenswegen ermöglicht, etwa im Werkzeugmaschinenbereich. Für diese Anwendungen waren Linearmotoren bisher aufgrund der Kosten für Permanentmagnete oder der Schwierigkeit, die Sekundärteilspur gegen Verschmutzung zu schützen, nur eingeschränkt oder gar nicht zu gebrauchen.
So zeigt der robuste Motor vor allem bei Applikationen in Handlings- und Verkettungsachsen oder in hochdynamischen und -genauen Vorschubachsen bei Wasser- und Laserstrahlschneidemaschinen sein Können und ist damit nicht nur eine Alternative zu klassischen Antriebslösungen mit mechanischen Übertragungselementen wie Zahnstangen oder Kugelrollspindeln, sondern auch zu Asynchronlinear- oder Reluktanzmotoren. Gleichzeitig eignet sich 1FN6 aber auch für Anwendungen, die eine magnetfreie Sekundärteilspur zwingend erfordern.
Die erste Lieferstufe des Linearmotors ist als selbstgekühlte Variante für den
Leistungsbereich mit maximaler Kraft
von 880 bis 7920 Newton ausgelegt. Die Motoren sind für den Betrieb mit dem
Antriebssystem Sinamics S120 von Siemens konfiguriert und die Projektierung erfolgt wie bei der Antriebsfamilie Sinamics üblich mit dem Tool Sizer. Stirnseitig angebrachte Stecker erleichtern den Zugang und akzeptieren konfektionierte Leistungs- und Signalleitungen, so dass der Antrieb in kurzer Zeit einsatzbereit
ist. Dank des modularen Konzepts lässt sich der Motor an die Anforderungen
unterschiedlicher Applikationen anpassen. (mou)