Von intelligenten Sensoren, eigenwilligen Patentansprüchen und der Mangelware Zeit

Das Schwerpunktthema der vorliegenden Ausgabe haben wir den Sensoren gewidmet. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie ihr Angebot. Sie schützen Menschenleben genauso wie sie Füllstände messen und bei Bedarf regeln. Sie sorgen in unseren Häusern und Wohnungen dafür, dass die Raumtemperatur unseren Vorstellungen und Wünschen entspricht – egal ob es draußen stürmt und schneit oder die Sonne lacht. In der Automatisierungstechnik dreht und bewegt sich nichts ohne Sensoren. Die Coverstory, ab Seite 20, beschäftigt sich mit einem sehr interessanten MicroConverter von Analog Devices – dem ADuC824 – der unsere umfangreiche Berichterstattung zum Schwerpunktthema eröffnet. Weiter geht es mit einer Reihe interessanter Beiträge und zahlreicher Produkt-News, die über den aktuellen Stand der Technik informieren und aufzeigen, wie „bunt“ die Welt der Sensoren ist.

Themenwechsel: Amerikanische Unternehmen sorgen in letzter Zeit vermehrt für brisante Meldungen. Werden doch jahrelang europäische Unternehmen mittels modernster Spionagemethoden – Codename: Echelon – belauscht und die gesammelten Daten gezielt zum nationalen Vorteil eingesetzt. Dass das Ganze noch dazu auf europäischem Boden stattfindet und gedultet wird, erinnert ein wenig an die „Schildbürger“. Leb(t)en die eigentlich in Europa? Aber das vereinte Europa hat ja wichtigere Probleme – Codename: Österreich.
Andererseits ist das Erteilen fragwürdiger Patente seit geraumer Zeit eine weitere amerikanische Methode, sich wirtschaftliche Vorteile zu sichern. Nicht nur im Feldbusbereich (siehe Editorial 3/2000), sondern auch im boomenden Internetbereich sichern sich US-Unternehmen vermehrt Patente auf bis dato alltägliche und allgemein zugängliche und eingesetzte Techniken.
Unsere angekündigte Recherche zum Thema „Internationale Feldbusnormen patentgeschützt?“ ist derzeit noch voll im Gange. Auf eine dringliche Anfrage von Endress+Hauser erhielten die Schweizer von CENELEC eine unbefriedigende, ausweichende Antwort. Wir sind mit Endress+Hauser in Kontakt und hoffen, schon in der nächsten Ausgabe etwas Licht ins dunkle „Schildbürgerheim“ tragen zu können.

„Zeit ist Geld!“ – so lautet ein uns allen bekanntes Sprichwort. Sofort verfügbare Informationen sind heutzutage mehr den je eine Grundvoraussetzung, um in multimedialen Zeiten nicht ins Abseits zu driften. Oder haben Sie Zeit und Geduld, um zwei Wochen oder länger auf angeforderte Informationen zu warten?
Damit Sie, geschätzte LeserInnen, in Zukunft noch schneller und bequemer an die gewünschten Informationen kommen, haben wir unser Leserservice adaptiert. Wir veröffentlichen ab sofort unter allen Artikeln und Produktmeldungen den Firmennamen, die Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse und die Adresse der Hompage (sofern vorhanden). Damit können Sie unverzüglich – dank Internet sogar von 0 bis 24 Uhr – weitere Informationen abrufen, um Ihren „Informationshunger“ zu stillen. Unter den heimischen Elektronik/Automatisierungstechnik-Medien ist die ELEKTRONIKSCHAU somit wieder einmal einen Schritt weiter und wird alles daran setzen, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert. Meint das engagierte Team der ES und Ihr

Wolfgang Stabauer