Intersil, Entwickler von Silizium-Technologie für integrierte Kommunikations­anwendungen, erweitert sein CommLink-Programm um das digitale Vorverzerrer-IC ISL 5239 zur Linearisierung von Mobilfunk-Endstufen. Muster sind jetzt verfügbar. Mit dem ISL 5239 können Entwickler von Leistungsverstärkern und Mobilfunk-Basisstationen die Kosten ihrer breitbandigen Einträger- und Mehrträger-Basisstationen reduzieren: durch gesteigerten Wirkungsgrad des Leistungsverstärkers und Einsparung aufwendiger Kombi­nations-Komponenten.


Der ISL 5239 ermöglicht es den Entwicklern von Basisstationen, die Kosten ihres Designs annähernd zu halbieren und dabei noch Flexibilität und Leistungsdaten zu steigern. So stehen Betreiber von bestehenden Mobilfunknetzen vor der Herausforderung, die Kapazi­tät des bestehenden Netzwerks aus Basisstationen zu erweitern, während neue Anlagen von vornherein in einer Weise ausgelegt werden, die sich je nach Kapazitätsbedarf ihrer Dienste und Märkte skalieren lassen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, gehen die Entwickler zügig zu Mehrträger-Basisstationen über, die eine Aussendung mehrerer Mobilfunk-Kanäle über eine einzige Leistungsendstufe erlauben.


Der ISL 5239 leistet die nichtlineare Verarbeitung zusammengesetzter Mehrträger-Digital­signale mit dem Ziel einer Vorverarbeitung von 20-MHz-Breitbandsignalen bis zur 5. Ord­nung vor der Leistungsverstärkung des Mehrträgersignals, so dass das resultierende Aus­gangssignal an die Antenne wirkungsvoll linearisiert ist.


Der Baustein ist per Software konfigurierbar, so dass Entwickler adaptive Korrektur-Algo­rithmen implementieren können, welche speziell auf den verwendeten Verstärker abge­stimmt sind. Über den Ausgleich von Nichtlinearitäten in Amplitude und Phase hinaus bie­tet das Bauteil auch eine Kompensation thermischer Memory-Effekte der Endstufe. Mit ei­ner Evaluations-Platine und einem Software-Tool unter Windows mit Matlab-Schnittstelle können Entwickler den ISL 5239 vollständig programmieren und damit effizient Algorith­men der Hardware-in-the-loop entwickeln. Der Baustein passt nahtlos zu den anderen Software-gesteuerten Kommunikationskomponenten von Intersil; damit lässt sich eine vollständig per Software definierte digitale Vorverzerrung mit ausgezeichneten Leis­tungsmerkmalen und unereichter Flexibilität realisieren.