Dr. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstands, gibt sich zufrieden mit den nun veröffentlichten Zahlen des Geschäftsjahres 2015.

Dr. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstands, gibt sich zufrieden mit den nun veröffentlichten Zahlen des Geschäftsjahres 2015. Lind

So stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 % auf 17,944 Milliarden Euro (2014: 17,047 Milliarden Euro). Die Umsatzentwicklung war vor allem im ersten Halbjahr von positiven Währungseffekten geprägt. Bereinigt um diese Effekte lag der Konzernumsatz 2,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser Rückgang beruht auf dem niedrigeren Engineering-Umsatz, der unter dem Rekordjahr 2014 lag. Demgegenüber steht ein Gase-Umsatz, der bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte um 2,1 % gestiegen ist. „Das schwierige Marktumfeld und eine schwache Konjunktur haben uns im letzten Jahr vor einige Herausforderungen gestellt. Trotz dieses Gegenwinds ist es uns gelungen, unsere stabile Ertragskraft zu wahren sowie ein solides Ergebnis und einen starken operativen Cash Flow zu erzielen“, sagte Dr. Wolfgang Büchele, Vorsitzender des Vorstands von Linde.

Der Konzern konnte das operative Konzernergebnis im Berichtsjahr 2015 um 5,4 % auf 4,131 Mrd. Euro (2014: 3,920 Milliarden Euro) verbessern. Die operative Konzernmarge erreichte – wie im Vorjahr – den Wert von 23,0 %. Auf währungsbereinigter Basis ist das operative Konzernergebnis allerdings um 2,4 % zurückgegangen. Nach Steuern erzielte der Gase-Spezialist ein Ergebnis von 1,252 Mrd. Euro (2014: 1,162 Mrd. Euro).

2016: Herausforderndes Marktumfeld

Linde geht auch für das Geschäftsjahr 2016 von einem „herausfordernden Marktumfeld“ aus. Jüngste Konjunkturprognosen deuten darauf hin, dass sich die Wachstumsrate des weltweiten Gase-Markts im laufenden Jahr 2016 auf ähnlichem Niveau bewegen wird wie im Vorjahr. Dagegen dürfte im internationalen Anlagenbau das Marktumfeld weiterhin durch den niedrigen Ölpreis beeinflusst sein.

Vor diesem Hintergrund strebt das Unternehmen in der Gases Division für das Geschäftsjahr 2016 einen währungsbereinigten Umsatz an, der mindestens auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2015 liegt und bis zu 5 % darüber liegen könnte. Bei der Engineering Division erwarten die Verantwortlichen einen Umsatz unter Vorjahresniveau in der Bandbreite von 2,0 Mrd. Euro bis 2,4 Mrd. Euro. Für den Gesamtkonzern strebt Linde einen währungsbereinigten Umsatz- und Ergebnisanstieg von 4 % an, wenngleich das herausfordernde Marktumfeld auch zu einem Rückgang von bis zu 3 % führen könnte.