Digitale Technologien legen am schnellsten zu (durchschnittlich um 28 % jährlich).

Digitale Technologien legen am schnellsten zu (durchschnittlich um 28 % jährlich). Messe Düsseldorf / ctillmann

Rund 37 % der international befragten Drucker bezeichnen in der aktuellen Umfrage ihre Situation im Jahr 2015 als gut, 12 % schätzen ihre Lage als schlecht ein. Mit Blick in die Zukunft sind die Drucker generell optimistischer: Die Hälfte erwartet 2016 eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation, nur 6 % rechnen mit einer Verschlechterung.

Nach Regionen betrachtet, sind die Befragten in allen Gebieten für 2016 optimistischer eingestellt als 2015, wobei die stärksten Zuwächse in Afrika, Australien/Ozeanien, dem Mittleren Osten und Asien zu verzeichnen sind. Nach Sektoren sind unter dem Strich alle Prognosen für 2016 optimistischer.

Digitale Technologien: Ausblick

Bei der Betrachtung der 14 gängigen Druckverfahren stellt der Global Trends Report fest, dass erwartungsgemäß digitale Technologien am schnellsten zulegen (durchschnittlich um 28 % jährlich). Ein beträchtliches Wachstum verzeichnet dagegen Bogenoffset – hier vor allem im Verlagswesen (Nettozuwachs von 7 %) und im Verpackungsdruck (+12 %). Flexodruck wird im Verpackungsdruck erfolgreich eingesetzt (+18 %), der Tiefdruck verbucht ein eindeutiges, wenn auch bescheidenes Wachstum mit 3 %. Funktionsdruck ist eine Wachstumsbranche für den Siebdruck (+ 11 %), wobei auch hier digitale Technologien sehr wichtig sind.

Obwohl der größte Teil des Umsatzes noch immer von konventionellen Druckverfahren generiert wird, legt der Digitaldruck mengen- und wertmäßig stetig zu. Eine Ausnahme ist der Verpackungsdruck, wo nur 13 % der Befragten berichteten, dass dieser über 2 % des Umsatzes ausmache (im Vergleich zu 35 % für Akzidenz, 24 % für Verlagswesen und 59 % für Funktionsdruck). Digitaldruck kann seine Vorteile vor allem dann ausspielen, wenn es darum geht, variable Inhalte zu drucken: 59 % der Funktionsdruckbetriebe und 35 % der Akzidenzdrucker berichten, dass über 25 % ihrer Digitalumsätze auf variable Inhalte entfallen. Web-to-Print scheint zu stagnieren: mit nur 1 % Wachstum von 2014 (25 % der Drucker verzeichneten ein Plus) auf 2015 (26 Prozent gaben ein Plus an). Nur Nordamerika und der Funktionsdruck als Segment verzeichneten beträchtliche Mengenzuwächse bei Web-to-Print.

Drupa Global Trends Report

Seit Herbst 2013 wird ein internationales Panel von rund 1 100 Druckdienstleistern und 350 Zulieferfirmen jährlich zu wirtschaftlichen Eckdaten und der allgemeinen Entwicklung der Branche befragt. Die Ergebnisse dieser Herbstumfrage werden dann jeweils im Frühjahr des folgenden Jahres veröffentlicht. Die nächste Umfrage findet im Herbst 2016 statt.