Industrielle Einsatzreife erreicht: Hochtemperaturbeständige Kennzeichnung Ceracode unter UV-Licht.

Industrielle Einsatzreife erreicht: Hochtemperaturbeständige Kennzeichnung Ceracode unter UV-Licht. Fraunhofer IKTS

Viele Rohstoffe, Halbzeuge oder Produkte sind im Herstellungsprozess oder in der Anwendung extremen Bedingungen ausgesetzt, etwa hohen Temperaturen, aggressiven Chemikalien und extremen Umwelteinflüssen. Solche Bedingungen können die individuelle Bauteilkennzeichnung auf Basis von Barcodes oder Matrix-Codes über die Prozesskette hinweg behindern bis unmöglich machen.

Ein Gegenmittel haben die IKTS-Forscher mit ihrer CeraCode-Technologie entwickelt. Sie basiert auf keramischen Leuchtstoffen für Tintenstrahl-Drucker, mit denen sich beispielsweise Serienbauteile in unter 100 ms bedrucken lassen. Die Leuchtstoffe zeigen bei einer optischen Anregung (UV-Strahlung) dann eine ausgeprägte Lumineszenz. Als Barcode oder Data Matrix Code umgesetzt, liefert die Kennzeichnung einen hohen Kontrast zum Hintergrund, unabhängig von den Umgebungsbedingungen. Die Tinte haftet auf unterschiedlichsten Materialien und ist thermisch und chemisch hoch belastbar.

Im Fokus der aktuellen Forschungsarbeit steht die Integration der Kennzeichnungslösung in bestehende Prozesse. Das Institut bietet dazu eine Komplettlösung an, die von der Entwicklung geeigneter keramischer Inkjet-Tinten über die Generierung und den Druck der notwendigen Codes bis hin zur Anpassung geeigneter Lesegeräte reicht.