Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie bestätigt ihre Prognose, die einen Produktionsrückgang für 2009 um 15 % erwartet. Carl Martin Welcker, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), erklärte dazu in Frankfurt am Main vor Journalisten: „Wenn sich die Schockstarre der Investoren nicht in den nächsten Wochen spürbar entkrampft, wird dies bestenfalls der obere Eckwert sein, denn die Indikatoren mehren sich, dass es noch schlimmer kommen könnte.“ Die Erwartungen basieren vor allem auf dem jähen Absturz der Bestellungen im vierten Quartal 2008 mit minus 54 % im Vergleich zum Vorjahr. Zum ersten Mal seit fünf Jahren lagen damit die Bestellungen für das Gesamtjahr 2008 wieder im Minus, mit 10 %. Trotz der Belastung ist die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie nach Einschätzung Welckers besser aufgestellt als ihre internationalen Wettbewerber und besser als zu Beginn früherer Konjunkturabschwünge. 2008 hat der Werkzeugmaschinenbau mit einem Zuwachs von 13 % auf rund 14,3 Mrd. € zum vierten Mal in Folge eine neue Bestmarke erreicht.

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