„In der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie scheint der Tiefpunkt bei den Bestellungen durchschritten zu sein“, erklärt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Das zeige sich zwar noch nicht im Quartalsvergleich. Das gegenüber dem Tiefstand im Juli und August dieses Jahres zuletzt um 40 % angestiegene absolute Auftragsniveau könnte jedoch mehr Zuversicht bei den Kunden in die weitere Entwicklung signalisieren. Stützend auf die Entwicklung wirken sich Umformtechnik und Auslandsnachfrage aus. Pressenbauer profitieren von einzelnen Projekten aus der Automobilindustrie und konnten im vergangenen Monat Großaufträge insbesondere aus China für sich gewinnen. Dazu passt, dass die Auslandsbestellungen im September deutlich moderater sanken als die Orders deutschen Abnehmer, minus 47 % im Vergleich zu minus 64 %. Die Kapazitätsauslastung ist geringfügig von 65,9 % im Juli dieses Jahres auf 67,4 % im Oktober gestiegen. Die Beschäftigung wurde zuletzt im August mit rund 68?600 Männern und Frauen ausgewiesen. Das war ein Rückgang von 3,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Alle Ergebnisse müssen vor dem Hintergrund des historisch niedrigen Niveaus beurteilt werden, auf dem sich der Auftragseingang unserer Industrie derzeit bewegt“, resümiert Schäfer. Dennoch sei es ein kleiner Lichtblick, dass die Bestellungen nicht mehr weiter absackten.

905iee1209