Per Drag and Drop lässt sich aus vordefinierten Software-Objekten die verteilte Automatisierungslösung zusammenstellen.

Per Drag and Drop lässt sich aus vordefinierten Software-Objekten die verteilte Automatisierungslösung zusammenstellen.B-Control Alliance

Initiiert von den Firmen NXTControl und TQ-Group hat sich eine Interessensgemeinschaft von Technologie- und Geräteherstellern gebildet, die für Systemintegratoren die Komplexität reduziert und hilft, die Schwierigkeiten der heutigen Gebäudeautomation besser zu meistern als bisher. „Nur wenn die Komplexität der Gebäudeautomation auch für Gebäudeplaner, Elektriker und Facility Manager beherrschbar bleibt, werden auch ausreichend viele energieeffiziente Gebäude entstehen“, ist Wolfgang Heinz-Fischer von der TQ-Group überzeugt. Das Engineering aller relevanten Aufgaben der Gebäudeautomation lässt sich dabei mit einem einzigen Werkzeug, dem B-Studio, erledigen – „technologie- und topologieunabhängig, von der Feld- bis zur Leitsystemebene“, so Heinz-Fischer. Wichtige Technologiepartner wie Vestamatic, Enocean, Thermokon, Wieland Electric und u::Lux leisten dazu wichtige Beiträge.

Energiesparverordnung ist der Treiber

Wolfgang Heinz-­Fischer, TQ Group: "B-Control wurde als Gemeinschaftsprojekt von und für Gebäude­automatisierer mit der Prämisse konzipiert, die Projektierung und die Integration der einzelnen Gewerke erheblich zu vereinfachen."

Wolfgang Heinz-­Fischer, TQ Group: „B-Control wurde als Gemeinschaftsprojekt von und für Gebäude­automatisierer mit der Prämisse konzipiert, die Projektierung und die Integration der einzelnen Gewerke erheblich zu vereinfachen.“TQ Group

Aufgrund der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 müssen beispielsweise Büros, Banken, Hotels und Industriehallen vorgegebene Energie-Effizienzklassen erreichen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die dezentrale Raumautomation, die der übergeordneten Steuerungslogik ihren Bedarf aus dem jeweiligen Raum meldet, zum Beispiel Heiz- oder Kühlleistung und das Regeln von Licht. „Mit B-Control kann der geforderte Grad an Gebäudeautomation einfach und effizient umgesetzt werden“, betonte Heinz-Fischer. Die Steuerung passt in normierte Unterverteiler und bietet eine große Bandbreite an Anschlussmöglichkeiten. Bei veränderten Anforderungen können der Installateur und das Facility Management unkompliziert Anpassungen vornehmen.

Die Kernkomponenten von B-Control sind ein Multi-I/O (MIO 100), die Control-Unit-Building (CUB 100) sowie das Powermodul (POW 100) und das Patchmodul (PAT 100) zur Verbindung des Bussystems von einer Hutschiene zur nächsten oder zum nächsten Verteilerkasten. „Die B-Control Alliance konkurriert dabei nicht mit etablierten Technologien, sondern bindet diese nahtlos ein“, so Heinz-Fischer.

Jedes Objekt bringt sein eigenes Template für die Visualisierung mit.

Jedes Objekt bringt sein eigenes Template für die Visualisierung mit.B-Control Alliance

Neben Ein- und Ausgängen für 230 V und 24 V integriert das Multi-I/O MIO 100 Bussysteme wie Dali und KNX samt ihrer Stromversorgung. Die Control-Unit-Building ist mit einem Laufzeitsystem nach IEC 61499 ausgestattet und somit bereits für verteilte Systeme ausgelegt. Die CUB 100 verfügt über Ein- und Ausgänge (24 V) sowie zwei RS485-, eine CAN- und eine RS232-Schnittstelle. „Über CAN und die RS485-Schnittstellen lassen sich Enocean, SMI und M-Bus-Gateways integrieren“, stellt Heinz-­Fischer die Flexibilität heraus. Ein Zwei-Port-Switch sorgt für die Kommunikation im verteilten Steuerungssystem und zu den übergeordneten Managementsystemen. Ein dritter Ethernetport steht für Modbus TCP oder Ethercat zur Verfügung.

Der Status der vielen Sensoren muss nicht zyklisch abgefragt werden, da die Steuerung auf Ereignisse reagiert. Die Automatisierungslogik verteilt sich auf beliebig viele untereinander vernetzte Controller-Module in den Verteilerkästen. Die bislang üblichen Schaltschränke auf den Etagen oder Server im Keller entfallen“, stellt Heinz-Fischer heraus. Ein effizientes Engineering verlangt nach objektorientierter Arbeitsweise. Dafür stehen Software-Objekte zur Verfügung, die die realen Geräte komplett beschreiben. Bei Geräten mit KNX-Schnittstelle ist deren Para­metrierung mit berücksichtigt. Die Software-Objekte werden dann getestet und qualifiziert. Danach stehen sie als wiederverwertbare Bibliothekselemente zur Verfügung, aus der man per Drag and Drop die benötigten Objekte auf die Projektierungsoberfläche zieht und verbindet.