Der neue Aktuator kann im Gegensatz zu den Geräte mit pyrotechnischer Auslösung, die nach einmaligem Einsatz ausgetauscht werden mussten, mehrmals gebraucht werden. Die neue Entwicklung kann in den Ausgangszustand zurückgesetzt werden.
Mit einem Aktuator werden verschiedene Sicherheitseinrichtungen wie
Gurtstraffer, Airbag, ausfahrbarer Überrollbügel oder die
Popup-Motorhaube für den Fußgängerschutz aktiviert. Ist die Schutzwirkung der Systeme gefordert, wird durch einen elektromagnetischen Aktuator eine vorgespannte Feder entlastet, so dass die betroffenen Teile in eine schützende Position schnellen. Elektromagnetische Auslöser sind rückstellbar und sparen daher Reparaturkosten für den Fahrzeugbesitzer.
Der neue Aktuator besteht aus einem Elektromagneten, einem Getriebe zur Freigabe der vorgespannten Feder sowie einer Elektronikeinheit und einem Kondensator, der die Energie speichert, die zum Freischalten des Magneten erforderlich ist. Das Getriebe arbeitet nahezu lastneutral. Daher benötigt der Aktuator nur wenig Energie, selbst wenn die Feder wie etwa bei einer aktiven Motorhaube mit bis zu 1.800 Newton vorgespannt ist. Das Interesse von Seiten der Automobilindustrie sei sehr groß, erste Serienanwendungen werden für 2009 erwartet.

Thomas Magnete
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