Deutsche recyceln immer besser: Studie zeigt Erfolg bei Wiederverwertung von PET-Flaschen.

Deutsche recyceln immer besser: Studie zeigt Erfolg bei Wiederverwertung von PET-Flaschen. Industrievereinigung Kunststoffverpackungen

Im Vergleich zu anderen Verpackungsarten belegten PET-Getränkeflaschen bei der Recyclingquote einen Spitzenwert, sagt Dr. Isabell Schmidt, Leiterin des Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. Das liegt laut dem Verband hauptsächlich am Einweg-Pfand. 98,8 % der pfandpflichtigen PET-Getränkeverpackungen werden laut der Studie von der Wertstoffsammlung erfasst, die meisten davon wirft der Verbraucher in die Pfandautomaten ein. Im Durchschnitt aller PET-Getränkeflaschen werden 95,7 % getrennt gesammelt – die restlichen Flaschen gelangen in den Restmüll, wo sie als Ersatzbrennstoffe zur Strom- und Wärmeerzeugung dienen.

Prognose: Verstärkter Einsatz von recyceltem PET

An der Wiederverwertung von gebrauchten PET-Flaschen ist unter anderem die Getränkewirtschaft beteiligt. Rund ein Drittel (34 %) des recycelten Materials setzten die Unternehmen für neue PET-Flaschen ein. Obwohl sich die Preisdifferenz zwischen neuem und recyceltem PET-Material seit 2013 verringert hat – 2013 gab es noch einen um 46 % höheren Preisunterschied zwischen Recyclingware und neuem PET – stieg der Anteil von recyceltem PET in der Flaschenproduktion: 2015 enthielten PET-Getränkeflaschen im Durchschnitt 26 % Recyclingmaterial, 2013 lag dieser Anteil noch bei 24 %. Der Verband geht davon aus, dass künftig noch mehr recyceltes PET eingesetzt wird. In manchen PET-Einwegflaschen betrage der Anteil bereits mehr als 55 %.

In die Studie ‚Aufkommen und Recycling von PET-Getränkeflaschen in Deutschland 2015‘ gingen Werte für PET-Getränkeflaschen außer für Milch- und Milchmischgetränke ein. Bewertet wurden dabei unter anderem Produktion, Verbrauch, Sammlung, Verwertungszuführung, Export sowie das Recycling von PET-Flaschen.