Wind River rüstet Weltraum-„Rettungsboot“ der NASA aus Crew Return Vehicle X-38 besteht entscheidenden Test Wind River Systems Inc., einer der führenden Anbieter von Software und Dienstleistungen für Embedded Smart Devices, ist am jüngsten NASA-Projekt beteiligt. Ein Prototyp des Raumfahrzeugs, das als „Rettungsboot“ für die Internationale Raumstation (ISS) dient, wurde gestern am Dryden Flight Research Center der NASA auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien getestet. Jede Funktion des Prototyps mit Namen X-38 wird, ebenso wie alle Funktionen des endgültigen Weltraumfahrzeugs, von Wind Rivers Embedded Echtzeit-Betriebssystem (Real-Time Operating System: RTOS) VxWorks gesteuert. Dieses Betriebssystem wird bereits industrieweit von vielen Unternehmen eingesetzt.


Firmen wie Sony, Cisco und Siemens bis hin zu Rockwell und Raytheon schätzen die zuverlässige Software von Wind River. Das X-38 ähnelt einer kleineren und schlankeren Version des NASA Space Shuttles. Es wird an der Außenseite der ISS befestigt und dient als „Rettungsboot“, falls die Männer und Frauen an Bord der ISS das Schiff verlassen müssen. Dann besteigt die Crew das X-38, schließt die Luke und drückt lediglich auf „Start“. Der Betrieb des X-38 erfolgt vollautomatisch und erfordert kein weiteres Eingreifen der Passagiere. Das ist um so wichtiger, als die Weltraumwissenschaftler an Bord der ISS nicht als Piloten ausgebildet sind. So würden sie in keinem Fall über die notwendigen Fähigkeiten und das erforderliche Training verfügen, das X-38 von der ISS zur Erde zu fliegen. Sie brauchen sich im Fall des Falles also nur auf das ausgeklügelte System und die Software verlassen, um sicher nach Hause zu kommen.


Die Komplexität des X-38 mit 10 Computern an Bord stellt hohe Anforderungen an das VxWorks-Betriebssystem: „Es handelt sich hier um ein Fahrzeug, das anfangs wie ein Raumschiff schweben und sich später, in der Erdatmosphäre, wie ein Flugzeug verhalten muss. Außerdem besitzt es einen Fallschirm und muss wie ein Gleitschirmflieger segeln können„, sagte John Muratore, X-38 Projektmanager der NASA. „Wir operieren also unter äußerst unterschiedlichen Bedingungen. Sie sind allesamt mit regelmäßig und vor allem sehr schnell eintretenden Ereignissen verbunden. Deshalb ist ein verlässliches Betriebssystem so entscheidend.“  Der für den 13.12. anberaumte und erfolgreich bestandene Test ist auch für den zukünftigen Erfolg des X-38 wichtig. „Sollte das Betriebssystem und das Flugcomputersystem nicht so laufen, wie wir es im Labor programmiert und getestet haben, verlieren wir entweder das Testfahrzeug oder im Fall des echten Fahrzeugs sogar Menschenleben„, führt Muratore aus. „Deshalb ist es absolut entscheidend, dass das Betriebssystem so funktioniert, wie wir es geplant haben.“