Über die Hälfte der Unternehmen ist mit den Anforderungen der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, die bis zum 29.12.2009 umgesetzt werden müssen, noch nicht ausreichend vertraut. Das ist ein Ergebnis einer Studie, die Michaela Griesenbruch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich durchgeführt hat. Im Rahmen dieser Studie gaben Anfang 2009 deutschlandweit 302 Maschinenbauer, Steuerungsbauer und Ingenieurbüros Auskunft über Anforderungen und Einsatz von Sicherheitstechnik sowie über zukünftige Trends. Bezüglich der neuen Maschinenrichtlinie zeigt die Studie, dass es derzeit noch einen großen Nachholbedarf gibt: Nicht einmal jedes zweite Unternehmen kennt die Norm EN ISO 13849 mindestens gut, bei der neuen Norm EN 62061 sieht es noch schlechter aus. Zudem setzt nicht einmal jeder fünfte Betrieb die neuen Normen um. Viele derjenigen, die über diese Normen gut informiert sind, denken aber ganz verstärkt über den Einsatz neuer Technologien im Bereich Safety nach bzw. haben dies schon realisiert. So plant jeder zweite Maschinenbauer den Einsatz einer Standard-SPS mit integrierter Sicherheits-SPS. Sie erhoffen sich damit bessere Diagnosemöglichkeiten (55%), einen einfacheren Datenaustausch zwischen Standard- und Sicherheits-SPS (53%) und den Betrieb von sicheren/nicht-sicheren Komponenten an einer Busleitung (47%). Der Einsatz von im Antrieb integrierten Sicherheitsfunktionen ist noch stärker verbreitet und es werden zukünftig immer mehr unterschiedliche Funktionen integriert.

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