Chuck Edwards: „Die Integration in die Molex-Gruppe ermöglicht es uns, die weltweiten Kapazitäten zu nutzen und somit eine breitere Applikations-Kompetenz, Produktpalette sowie Fertigungskapazitäten zu bieten.“

Chuck Edwards: „Die Integration in die Molex-Gruppe ermöglicht es uns, die weltweiten Kapazitäten zu nutzen und somit eine breitere Applikations-Kompetenz, Produktpalette sowie Fertigungskapazitäten zu bieten.“

Der Spezialist für Verbindungs- und Netzwerklösungen, Woodhead Industries, wurde vor vier Monaten ein Teil der Molex-Gruppe. Auf der SPS/IPC/Drives präsentierte das Unternehmen seine Produkte erstmals unter neuer Flagge ’Woodhead, a division of Molex‘. Die IEE befragte Chuck Edwards, Vize-Präsident von Woodhead, in wie weit die Übernahme das Produktprogramm beeinflusst und wie die Unternehmensstruktur zukünftig aussehen wird.

IEE: Herr Edwards, was bedeutet die Übernahme durch Molex für Woodhead Industries?

Ich erwarte positive Auswirkungen in verschiedenen Bereichen. Erstens erleichtert uns der Zugriff auf die technologischen Erfahrungen beider Unternehmen den Ausbau unseres Produktportfolios. Zweitens erlaubt uns das kombinierte Know-how bei der Applikationsentwicklung, einen weiteren Bereich der Kundenbedürfnisse abzudecken. Drittens stehen uns nun mehr Ressourcen, beispielsweise in Bezug auf die Beschaffung, die Herstellung und den Service, zur Verfügung.

IEE: Welche Konsequenzen wird das für Ihre Kunden haben?

Wir werden den Markt der industriellen Automatisierung weiterhin mit applikationsspezifischen Lösungen bedienen. Allerdings zeitnaher und effizienter als bisher. Schließlich stehen uns nun neue Ressourcen, u. a. bezüglich der Technologie, technischen Expertise und Produktentwicklung, zur Verfügung.

IEE: Wie wird sich Woodhead in den Molex-Konzern integrieren?

Schon vor dem Kauf von Woodhead hatte Molex geplant, seine Unternehmensstruktur umzugestalten und in technische Bereiche wie ’consumer‘ und ’commercial‘ zu gliedern. Jetzt kommt mit ’industrial‘ ein weiterer Bereich hinzu. Diesen wird Woodhead praktisch alleine bilden, da die industrielle Vernetzung ja unsere Kernkompetenz ist. Diese Umstrukturierung soll bis Ende Juni 2007 in den wesentlichen Zügen vollzogen sein.

IEE: Welche Produkte von Molex werden Sie zukünftig in Ihrem Portfolio mit anbieten?

Molex hatte bisher nur bedingt Produkte für den industriellen Bereich. Deswegen ergänzen sich ja unsere Produktpaletten so gut. Gemeinsame Entwicklungen sind allerdings geplant, zum Beispiel im Bereich von größeren Steckverbindern. Weiterhin werden wir uns der Integration von Safety in das Ethernet annehmen.

IEE: Wollen Sie mit der erweiterten Produktpalette auch neue Märkte erschließen?

Durch die Übernahme ist Molex jetzt in einigen Bereichen besser aufgestellt, zum Beispiel bei robusten Produkten für den Handel. Gute Entwicklungsmöglichkeiten sehe ich für uns aber auch bei den Glasfaser-Komponenten für raue Umgebungsbedingungen und maritime Anwendungen.