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Ein Großbrand hat große Teile der Leiterplattenproduktion von Würth Elektronik in Niedernhall zerstört.
Der Schaden des Großbrands wird auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt: Würth Elektronik hat kontinuierlich in seine Fertigung investiert, um ein breites Produktspektrum offerieren zu können.

Aus noch ungeklärter Ursache entwickelte sich in der Nacht von Freitag auf Samstag (26./27.12.2014) ein Großbrand im Leiterplattenwerk von Würth Elektronik am Standort in Niedernhall. Das Feuer zerstörte Teile der Produktion und des Verwaltungsgebäudes. Erste Schätzungen beziffern den Schaden auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Insbesondere das schnelle Eingreifen von 180 Feuerwehrleuten aus acht Wehren mit über 30 Einsatzfahrzeugen, konnte das Übergreifen des Feuers auf weitere Produktionsbereiche verhindern. Glücklicherweise wurde bei dem Brand niemand verletzt. Zu dieser Zeit ruhte die Produktion aufgrund der Weihnachtsfeiertage. Für die Anwohner bestand, laut Angaben der Feuerwehr, zu keiner Zeit eine Gefahr. Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner aber gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gewässerproben zeigen keine Verunreinigung. Die Kriminalpolizei hat Untersuchungen zur Brandursache aufgenommen, teilte Würth am 27.12.2014 mit.

Wie lange die Produktion ausfallen wird, ist noch nicht abzuschätzen. Das 1971 gegründete Unternehmen Würth Elektronik Circuit Board Technology hat sich mit einem breiten Produktspektrum zu einem der führenden Leiterplattenhersteller in Europa etabliert. Aus einer Hand finden Elektronikentwickler alle gängigen sowie viele innovative Leiterplattentechnologien bis hin zu Systemlösungen. Dabei kann Würth Elektronik den kompletten Produktlebenszyklus abdecken: Von der ersten Idee eines Systems beispielsweise im Rahmen eines Entwicklungsprojektes, über die Produktion von Prototypen und Mustern im Onlineshop WEdirekt bis hin zur Fertigung von mittleren Serien und auch in höheren Volumina.

Unbeeinträchtigt von dem Großbrand sind die Leiterplattenwerke von Würth Elektronik in Rot am See und Schopfheim. Sie arbeiten autark weiter, auch die selbstständigen Unternehmensbereiche „Elektronische & Elektromechanische Bauelemente (eiSos)“ mit Sitz in Waldenburg und „Intelligente Systeme (ICS)“ mit Sitz in Niedernhall-Waldzimmern sind nicht betroffen und können ihre Geschäftstätigkeit uneingeschränkt fortsetzen.