Wie sieht die Leiterplattentechnik der Zukunft aus? Der visionäre Ansatz im Bereich der Lötstoppmaske via 3D-Druck verspricht völlig neue Möglichkeiten hinsichtlich der Miniaturisierung und einen technologischen Meilenstein im Bereich der Leiterplattenfertigung. Beide Platinenhersteller aus Baden-Württemberg versprechen sich nicht nur einen wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch die langfristige Sicherung der lokalen Produktionsstandorte in Deutschland.

Entwicklungskooperation: Würth Elektronik und Fela wollen gemeinsam an künftigen Leiterplattentechnologien forschen.

Entwicklungskooperation: Würth Elektronik und Fela wollen gemeinsam an künftigen Leiterplattentechnologien forschen. Würth Elektronik

Beide mittelständische Unternehmen sind sich dessen bewusst, dass trotz der derzeitigen stabilen Lage und der positiven Umsatzzuwächse innerhalb der Leiterplattenbranche, die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen ist. Leiterplattenhersteller müssen sich dem enormen Preisdruck asiatischer Leiterplatten, den steigenden Herstellungskosten in Europa und dem insgesamt angespannten, globalen Wettbewerbsumfeld stellen, sind Würth Elektronik und Fela überzeugt.

Daher betont Norbert Krütt, Geschäftsführer von Fela: „Erfolgreich an einem Strang ziehen und etwas bewegen, erreicht man nur durch eine ehrliche und gleichberechtigte Partnerschaft. Unter uns Mittelständlern hat ein Handschlag noch Bedeutung. Wir forschen und entwickeln auf Augenhöhe – eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen.“ Beide Leiterplattenhersteller untermauern auf diese Weise „ihre Innovationskraft und bündeln Ressourcen sowie Know-How“, unterstreicht er.

Als Partner stelle man sich aktuellen technischen Entwicklungen und Kundenanforderungen, um diese nachhaltig zu gestalten, bekräftigt Krütt: „Neben dem Austausch von Ergebnissen und dem Abdecken eines breiteren Forschungsfeldes, verkürzt sich die Zeit bis zur sicheren Integration in die Prozesskette.“ Auch Andreas Gimmer, Geschäftsführer von Würth Elektronik am Standort Schopfheim, äußert sich positiv: „Man kennt sich in unserer Branche und weiß um die besonderen Kompetenzen der Marktbegleiter. Die Partnerschaft mit Fela beruht neben einer langjährigen persönlichen Beziehung auf der Innovationsfreude beider Unternehmen mit dem Ziel der strategischen Standortsicherung durch Zukunftstechnologien.“

Die Zusammenarbeit erfolgt auf allen Ebenen – von der Geschäftsleitung über die Forschungsabteilungen bis hin zur gemeinsamen Kommunikation. Nach derzeitigem Stand der Forschungsergebnisse zeichnen sich klare Vorteile im Bereich der Bestückung ab. Auch die Möglichkeiten zur Umsetzung individueller Kundenanforderung sind vielversprechend.