Bisherige Minderheitsaktionäre der X-Fab verabschieden sich.

Bisherige Minderheitsaktionäre der X-Fab verabschieden sich. X-Fab Semiconductor Foundries

Die aus dem DDR-Halbleiterkombinat VEB Mikroelektronik hervorgegangene X-Fab Semiconductor Foundries AG, Erfurt, hatte im Jahr 2004 versucht, Aktien in Deutschland an die Börse zu platzieren (Preisspanne damals war 10 bis 14 Euro), dann aber den Börsengang abgesagt. Jetzt, 13 Jahre später, der nächste Versuch. An die französische Börse soll jetzt die in Belgien eingetragene X-Fab Silicon Foundries SE gehen. Die Preisspanne und weitere Details des Emissionsangebots werden zu dem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem die Zeichnungsfrist voraussichtlich beginnt. Der beabsichtigte Börsengang wird die Ausgabe neuer Aktien in Höhe von insgesamt rund 250 Mio. € sowie eine Platzierung bestehender Aktien aus dem Besitz von Minderheitsaktionären umfassen. X-Fab erwartet eine sich weiter verbessernde Rentabilität dank steigender Kapazitätsauslastung, die im vierten Quartal 2016 auf 80 Prozent gesteigert werden konnte.

Zwischen 2012 und 2016 wurde eine durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate von 18,7 Prozent auf 513 Million US-Dollar im Jahr 2016 erzielt.

Der Hauptaktionär Xtrion NV hält derzeit 61,4 Prozent der bestehenden Aktien. Er wird bei dem Börsengang keine Aktien verkaufen. Xtrion ist auch Mehrheitsaktionär der Melexis AG sowie weiterer kleinerer Unternehmensbeteiligungen im Elektronikbereich..

Im Gegensatz zu einigen der größeren Foundries auf dem IC-Markt liegt der Fokus von X-Fab auf der Herstellung hochindividueller analog-digitaler ICs. Dies führt üblicherweise zu kleineren Produktionsmengen, die jedoch mit einem höheren Entwicklungsaufwand pro Einheit verbunden sind und dem Kunden einen erheblichen Mehrwert bieten. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über umfangreiche Erfahrungen im schnell wachsenden Segment der Mikro-Elektro-Mechanischen Systeme (MEMS), in das es bereits seit 20 Jahren investiert hat, und ist Vorreiter bei der 150-mm-Siliziumkarbid-Fertigung. Das Unternehmen verfügt über sechs Fertigungsstätten in Deutschland, Frankreich, Malaysia und den Vereinigten Staaten mit einer aktuellen Gesamtkapazität von etwa 94.000 8-Zoll-äquivalenten Waferstarts pro Monat.

Das Unternehmen hat eine klare Strategie für die Zukunft mit dem Schwerpunkt auf:

  • den Ausbau der Führungsposition bei Analog/Mixed-Signal-Technologien und dem gleichzeitigen Fokus auf stabile und wachsende Märkte (Automobil, Industrie- und Medizintechnik),
  • kontinuierliche Innovationen in Bezug auf Technologie- und Dienstleistungsportfolio,
  • die Erhöhung seiner Kapazitäten sowie die Optimierung der Auslastung zur weiteren Verbesserung der Margen und
  • die Nutzung attraktiver Akquisitionsmöglichkeiten, für die das Management eine überzeugende Erfolgsbilanz vorweisen kann.