Anlässlich der Messe PCIM 2003 hat die im April gegründete ECPE e.V. (Engineering Center for Power Electronics) ihre Organisation, Zielsetzung und zukünftige Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Universitäten vorgestellt. Sie ist Europas einzige Organisation ihrer Art. Der Verein hat es sich auf dem Gebiet der Leistungselektronik zum Ziel gesetzt, den Erfahrungsaustausch zwischen Industrie und Wissenschaft zu fördern, die Forschung zu intensivieren sowie die Aus- und Weiterbildung besonders zu unterstützen. Europas Innovationskraft und seine Vorreiterrolle für zukünftige Schlüsselthemen, Energieerzeugung, Energieverteilung, Energieanwendung und Energieeinsparung soll gestärkt und damit seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Nordamerika und Asien ausgebaut werden. Der Beitritt in den Verein steht allen europäischen Unternehmen offen.


Deshalb wird die ECPE aus eigenen Mitteln und in enger Zusammenarbeit zwischen Industrie und wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen verschiedene Grundlagenforschungsprojekte und gezielte Vorfeldentwicklung initiieren und steuern. Erste Projekte sollen bis zum Herbst 2003 definiert und gestartet sein.


Die ECPE ist ein eingetragener Verein. Von seiner Geschäftsstelle im Nürnberger ETZ (Energie-Technologisches Zentrum) aus wird die ECPE sein Netzwerk für Leistungselektronik in ganz Europa steuern.


Die acht Gründungsmitglieder sind Conti Temic, Epcos, Infineon Technologies, NMB Minibea, Semikron International, SEW-Eurodrive, Siemens und STMicroelectronics. Den Vereinsvorsitz übernahmen Prof. Dr. Leo Lorenz (Infineon Technologies) und die beiden Stellvertreter Dr. Heinrich Heilbronner (Semikron) und Dr. Richard Veith (Epcos). Das Vorhaben wird auch von öffentlicher Seite befürwortet und zum Beispiel mit Mitteln der „High-Tech-Offensive Zukunft Bayern“ unterstützt.


Für die Durchführung von Forschungsprojekten beabsichtigt die ECPE eine GmbH einzurichten. Die GmbH wird Forschungsthemen an Kompetenzzentren – zum Beispiel eine Universität – in Auftrag geben. Die GmbH hat auch die Aufgabe, die im Rahmen der Auftragsforschung entstehenden Patente entsprechend abzusichern und in Form von Lizenzen zu vermarkten.