In der Konzernzentrale von ZF in Friedrichshafen freut man sich darazf, mit dem Ottobrunner Unternehmen Astyx bei der Entwicklung von Radarsensoren zusammenzuarbeiten.

Nach dem Einstieg in die Lidar-Technologie im vergangenen Jahr erweitert ZF sein Portfolio nun um Radarsensoren. ZF

„Die Radar-Technologie von Astyx ergänzt unsere bisherigen, vor allem für Fahrerassistenzfunktionen wie etwa die Abstandsregelung eingesetzten Radar-Aktivitäten hervorragend“, erläutert der ZF- Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer den Einstieg beim Ottobrunner Unternehmen Astyx. „Und aus der Fusion der Daten von Radar-, Lidar- und Kamera-Sensoren ergibt sich eine perfekte Umgebungswahrnehmung als Voraussetzung für das autonome Fahren.“

Astyx entwickelt und produziert Sensoren für Nahbereichs- wie auch für Fernbereichs-Radare. Radarsensoren arbeiten ähnlich wie Ultraschallsensoren, senden statt Ultraschall aber eine gebündelte elektromagnetische Strahlung aus. Die Analyse der reflektierten Strahlung ermöglicht das Erkennen von Objekten mit ihrem jeweiligen Abstand und ihrer Geschwindigkeit. Moderne Radartypen erlauben hohe Auflösungen bei Detektion, Positions- und Bewegungsbestimmung von Personen und Objekten bis in den Zentimeterbereich.

ZF, das seine Anteile vom bisherigen Minderheitsgesellschafter Hannover Finanz Gruppe übernimmt, plant mit Astyx für internationale Automobilhersteller Radarsensoren zu entwickeln, deren Signale besonders präzise Bilder der unmittelbaren und ferneren Fahrzeugumgebung erzeugen. Gebündelt werden sollen die gemeinsamen Aktivitäten in der ZF-Tochter Zukunft Ventures. Torsten Gollewski, Leiter der ZF-Vorentwicklung, ist zugleich Geschäftsführer von Zukunft Ventures.